Aktuelles

Konferenz zur digitalen Entwicklung des Kulturbereichs

7. Januar 2019

Wie kann die Zukunft von Kulturinstitutionen im Zeitalter der Digitalisierung aussehen? Und sind wir da nicht schon längst angekommen? Schließlich dürfte es in Berlin kaum eine Bühne ohne eigene Internetseite geben. Social Media-Kanäle und Livestreams werden genutzt, um auf Aufführungen und Ausstellungen aufmerksam zu machen, Tickets können im Internet gekauft werden und Depotstücke werden digitalisiert und ins Netz gestellt.

Das ist alles gut und richtig, aber es ist nicht genug, mahnt der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer auf der Konferenz kulturBdigital: „Wir sind ohnehin schon spät dran. Wenn sich der Kulturbetrieb der Digitalisierung nicht öffnet, werden wir abgehängt.“

Videoproduktion: Bollemedia TV- und Videoproduktion

Statistiken zeigen, dass die öffentlich geförderten Kultureinrichtungen zunehmend in Konkurrenz zu anderen Freizeitangeboten stehen. Angebote wie Netflix und YouTube sind mehr an den Bedürfnissen der Nutzer*innen ausgerichtet und agieren geschickter im Kampf um die knappe Aufmerksamkeit. Gleichzeitig ist eine breite Teilhabe am (geförderten) Kulturangebot gerade deshalb wünschenswert, um andere nicht-kommerzielle Blickwinkel zu ermöglichen.

Der geplante „Innovationsfonds zur digitalen Entwicklung im Kulturbereich“ soll den nötigen Wandel anstoßen und damit „die Publikumsentwicklung mit digitalen Mitteln“ voranbringen, die eine wichtige kulturpolitische Zielsetzung der Europäischen Union ist.

Dem Fonds vorangestellt ist ein moderierter Findungsprozess, dessen erster Höhepunkt die Konferenz kulturBdigital der Technologiestiftung Berlin bildet. In sieben Expertenvorträgen und einer Diskussion geht es um die Frage: Wo ist die Berliner Kulturlandschaft schon digital und wo ist Geld gut investiert, wenn sie noch digitaler werden soll? Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Open Source Gedanken: Gerade kleinere Institutionen profitieren von Kooperationen und gegenseitigem Erfahrungsaustausch. „Nicht bei Null anfangen“, ist eine der wichtigsten Botschaften, die Katrin Glinka von dem Verbundprojekt museum4punkt0 dem Publikum mit auf den Weg gibt. Das Projekt kulturBdigital ist eine Einladung an alle Berliner Kulturschaffenden, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten und gemeinsam digitale Werkzeuge zu entwickeln, die spartenübergreifend anwendbar sind.

Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa: „Die Digitalisierung bietet der Berliner Kulturszene viele Möglichkeiten, zum Beispiel effizienter zu arbeiten oder neue Zielgruppenzu erschließen. In der Berliner Kulturszene, wo bis zum Limit gearbeitet wird, fehlen allerdings oft die Ressourcen, sich das Thema umfassend zu erarbeiten und dienotwendigen Strukturveränderungen aktiv anzugehen. Um die Szene bei der digitalen Entwicklung zu unterstützen, werden wir in Berlin ab 2020 einen Innovationsfonds einrichten,dessen Förderrichtlinie wir gerade gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin konzipieren.“

Die Konferenz kulturBdigital hat dazu wertvolle Anregungen gegeben und Akteure von der Freien Szene über Museen, Kunsthochschulen, Gedenkstätten, Theatern und Bibliotheken miteinander in Austausch gebracht.

 

Spannender Artikel zur Konferenz von Dr. Thorsten Beck.

 

Fotos: Jeanette Dobrindt

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Auswertung

10. Dezember 2018

Im Rahmen des Projekts kulturBdigital wurden bereits verschiedene Aktivitäten durchgeführt, um qualifizierten Input zur Konzeption der Förderrichtlinie für den Innovationsfonds, den die Senatsverwaltung für Kultur und Europa ab 2020 einrichten wird, zu sammeln.

Um zunächst eine breit gefächerte Bedarfsanalyse zu gewährleisten, wurden Interviews geführt, eine Umfrage verschickt, zwei Workshops mit Kulturschaffenden aus Berlin veranstaltet, an mehreren Roundtables und Treffen teilgenommen und mit vielen weiteren interessierten Personen gesprochen. Darüber hinaus hat bereits ein Design Sprint zum Thema Ticketing/Audience Development und eine Informationsveranstaltung zur Suchmaschinenoptimierung für Kultureinrichtungen stattgefunden. Diese beiden Themen haben sich im Rahmen der Bedarfsanalyse als äußerst relevant erwiesen.

Zur Auswertung

„… die im Dunkeln sieht man nicht“ – Suchmaschinenoptimierung für Kultureinrichtungen

27. November 2018

Angesichts der Macht von Suchmaschinen und der Chance, durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) zielgruppenorientierter zu agieren, haben wir uns Metadaten verschiedener Kultureinrichtungen und -akteure angeschaut und ausgewertet. Auf dieser Basis hat Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung, am 13.11.2018 das Thema der Suchmaschinenoptimierung grundlegend beleuchtet und mögliche Wege zu einer (noch?!) besseren Auffindbarkeit aufgezeigt. Im Rahmen der Informationsveranstaltung hat sich deutlich herausgestellt, dass Suchmaschinenoptimierung ein Thema ist, das kulturBdigital in einem weiteren Veranstaltungsformat aufgreifen wird.

Herzlich Wilkommen bei kulturBdigital

Herzlich Wilkommen bei kulturBdigital

Termine

18

Mär

Da wir Informationen und Hinweise zur Erstellung und Verbreitung von audiovisuellen Inhalten für möglichst viele Kulturschaffende zur Verfügung stellen möchten, werden wir zwei kostenfreie Smartphone-Workshops hierzu anbieten.

Gemeinsam mit unseren Referenten von Movact möchten wir folgende Themen mit Euch theoretisch und praktisch angehen:

  • 1x1 des Films
  • Das Smartphone wird zur Filmkamera? Wie geht das?
  • Welchen Mehrwert bietet mir eine durch audiovisuelle unterstützte Kommunikation?
  • Blick in die Praxis

3

Apr

Wir möchten Euch durch unsere Referenten von KARACHO eine Übersicht über Aspekte, Tipps und Tricks zur Verfügung stellen, die Ihr bei der Entwicklung von Webvideos zukünftig beachten könnt. Die Veranstaltung wird in der Technologiestiftung Berlin stattfinden.

Engagieren Sie sich im Berliner Kulturbereich und haben Interesse, die Möglichkeiten digitaler Entwicklungen für sich zu erschließen?

Mit dem Projekt kulturBdigital möchte die Technologiestiftung Berlin im Auftrag der Senatsverwaltung für Kultur und Europa ein Forum und eine „Werkstatt“ bieten, Praxiswissen vermitteln, ausprobieren, Hemmschwellen abbauen und sparten- und einrichtungsübergreifend Kulturakteure befähigen, Digitales in der täglichen Arbeit mitzudenken.

Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.)
Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.) Kontakt