Aktuelles

2. kulturBdigital Konferenz

21. Oktober 2019

Das Programm und die Anmeldung zur Konferenz "kulturBdigital - Digitale Entwicklung des Kulturbereichs" am 28.10.2019 sind hier zu finden.

Internet of Things im Kulturbereich – Bericht

2. Oktober 2019

Wozu kann man neue Technologien des Internet of Things (IoT) im Kulturbereich einsetzen? Welche Anwendungen wünschen sich Berliner Kultureinrichtungen? Und ist IoT überhaupt ein Thema für Kultureinrichtungen? Diese Fragen standen im Mittelpunkt des kulturBdigital Labs mit Dr. Christian Hammel, Bereichsleiter Innovation Policy & Research bei der Technologiestiftung und Vertreter*innen verschiedener Berliner Kultureinrichtungen.

Im Internet of Things haben Gegenstände eine eindeutig identifizierbare individuelle digitale Identität (Adresse). Das kann ein Barcode sein, RFID, MAC oder IP-Adresse. So kann man sie mit Lesegeräten oder einem Kommunikationsmodul identifizieren und mit ihnen kommunizieren. Ein Beispiel im Veranstaltungsbereich sind Eintrittskarten für die Fußballweltmeisterschaft, die die FIFA seit 15 Jahren nutzt. „Das RFID-Ticket ist eines der Grundbeispiele vom Internet of Things“, sagt Christian Hammel. Die Karten sind personalisiert, die Echtheit der Tickets kann überprüft werden und Mehrwertdienste wie Parkplatzreservierung, Staudetektion oder Bezahlfunktion können angeboten werden. Möglich macht dies ein kostengünstiger RFID-Chip im Ticket, der über ein Lesegerät am Eingang, Kiosk u.a. ausgelesen und auf einer Datenplattform bearbeitet werden kann. Selbst Mausefallen sind inzwischen smart, erklärt Dr. Hammel, mit einem LoRaWAN-Sender können sie signalisieren, ob eine Maus in der IoT-Mausefalle sitzt oder nicht. Das spart Zeit und Geld für Inspektionen in Kellern oder Getreidespeichern.

Und wie kann Internet of Things – Technik in Kultureinrichtungen genutzt werden?

Entscheidend sei, betont Hammel, „wer das machen will, sollte nicht mit der Technik anfangen sondern herausfinden, wofür er das benutzen will“.

Dennoch sei die technische Seite nicht zu vernachlässigen. Bei Video sind breitbandige Übertragungen nötig, für einfache Steuerbefehle reicht ein schmalbandiges Netz. Wichtig sind auch Fragen nach der Übertragungsgeschwindigkeit – echtzeitnah (Roboter) oder zeitlich unkritisch, d.h. weniger schnell wie bei der Steuerung von Raumtemperaturen – oder nach der Stromversorgung (Netz oder Batterie) und der Reichweite. Inzwischen können mit immer billigeren Mikroprozessoren Gegenstände jetzt auch Daten wie Standort, Wetter, Personen im Raum, Tür offen u.a. übermitteln und Steuerbefehle wie Licht an!, Lüftung aus! etc. entgegennehmen. Durch neue Übertragungstechniken funktioniert das auch über große Entfernungen und ohne teure Verkabelung.

„Wir können davon ausgehen, dass das künftig immer mehr Geräte können, weil Kommunikationsschnittstellen fast überhaupt nichts mehr kosten“, so Christian Hammel.

Wie könnte also mit einem IoT-Projekt begonnen werden?

Zunächst müssen die grundlegenden Fragen geklärt werden: Was soll das können? Wo wollen wir das einsetzen? Und verarbeiten wir die Daten selbst?

Danach muss die grundsätzliche Entscheidung getroffen werden, ob das Projekt mit eigenen Mitteln und Personen oder als Bildungsauftrag gemeinsam mit dem Publikum realisiert werden kann. Für Selberbauer bietet die Technologiestiftung eine Hacking-Box an. „Da sind 15 Devices drin, mit denen kann man rumexperimentieren“, wirbt Hammel für die Tool-Box. Alternativ könnte es für das Projekt auch einen Entwicklungs- oder Betreiberauftrag geben. Stellt sich die Frage: „Wir wissen auch nicht, wie es geht, würden es gerne einmal ausprobieren“, empfiehlt Christian Hammel „die Nerd-Community einzuladen oder es als Herausforderung für einen Hackathon (lt. Wikipedia eine Wortschöpfung aus „Hack“ und „Marathon“, ist eine kollaborative Soft- und Hardwareentwicklungsveranstaltung) anzusehen.“ Hilfreich sei es auch bei größeren Herausforderungen, eine Förderung beim BMBF zu beantragen oder eine Kooperation mit einer Hochschule oder Firma zu suchen.

Von ersten Anwendungen berichteten die Teilnehmer*innen des kulturBdigital Lab. Sehr lange schon werden in den öffentlichen Bibliotheken Berlins Medien wie Bücher und CDs mit einem RFID-Chip versehen, um das Ausleihmanagement zu vereinfachen. Dahinter stehe aber ein kompliziertes und auch teures Bibliotheksmanagementsystem, das nicht einfach auf andere Bereiche wie z.B. Orchesternoten übertragen werden könne. Das bedauerte ein Vertreter der Orchestervereinigung ORSO. Er berichtete aber, dass sie sich eine einfache IPad-Smartphone-Anwendung erstellt haben, um die Anwesenheit von Orchestermitgliedern mittels eines QR-Codes zu tracken. Bei den Teilnehmer*innen stellte sich daraufhin die Frage, ob beim Internet oft Things auch Menschen Dinge sein könnten. Da solle man nicht päpstlicher als der Papst sein, meinte Christian Hammel, „dann erfinden wir halt das IoC – das Internet of Culture“.

Beim Nachdenken über mögliche Anwendungen im Kulturbereich gab es sehr unterschiedliche Ideen, wobei Chips, Sensoren, QR-Codes und Co helfen könnten. Diese Möglichkeiten wurden von den Teilnehmer*innen in verschiedene Anwendungsbereiche zusammengefasst.

Einerseits ging es ums Tracking von Dingen wie Notenmaterial, vermissten Medien aber auch Dekorationen und Kostümen. Dazu wurde auch die In-Haus-Navigation zur Orientierung z.B. im Museum genannt mit der Frage, ob der Weg durch die Ausstellung individualisiert werden könne.

Andererseits könnte IoT eingesetzt werden zur Steuerung des Raumlichtes, der Lüftung aber auch zur Zählung und Erkennung von Besucher*innen und deren Weg durch eine Ausstellung beispielsweise.

Spannend fanden die Teilnehmer*innen auch Anwendungsoptionen im Marketingbereich: Wie ist das Nutzer*innenverhalten? Wo sind sie hauptsächlich? Welche Medien nutzen sie? Wie lange verweilen sie in welchem Raum?

Für große weltweit agierende Gruppen, wie sie Chöre und Orchester darstellen, wäre ein digitales Travelmanagement wünschenswert, die Dokumentation von Anwesenheit sowie ein Noten- und Dokumentenmanagement.

Es gab auch erste Ideen, IoT als interaktive Anwendungen nutzen zu können. Beispiele wären ein smartes Bühnenbild als Teil der Inszenierung, Displays zu Inhalt und Ausleihstatus von Büchern und personalisierte Lesetipps oder ein RFID-Ring für jede*n Besucher*in. Was man damit tun kann, müsste man sich überlegen, so die Vision. Vorstellbar wäre eine Vernetzung der Besucher*innen untereinander. Dabei war eine Idee, dass ähnlich wie bei einer Dating App Menschen mit beispielsweise gleichen Leseinteressen den Vorschlag bekommen könnten, sich im Restaurant zu treffen, um bei einem Glas Wein über ihre Bücher zu diskutieren – wobei Restaurant und Wein automatisch vorab reserviert würden. Das wäre dann nicht das Internet of Things sondern breiter gefasst das Internet of Culture.

Thomas Prinzler

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„Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikidata“ – Bericht zum World Café

30. September 2019

Wie „funktioniert“ Wikipedia? Wie können Kulturschaffende die Enzyklopädie für sich nutzen? Was steckt hinter den Projekten zur Förderung des Freien Wissens und welche Rolle spielt dabei eigentlich Wikimedia?

Antworten auf diese Fragen gaben die Wikimedia-Mitarbeiter*innen Jan Apel, Andrea Knabe-Schönemann (Wikidata), Sandra Becker (Wikipedia) und Martin Rulsch (Wikimedia Commons) im Rahmen der World-Café-Veranstaltung im kulturBdigital Lab.

“Sich eine Welt vorzustellen, in der alles Wissen für alle frei zugänglich ist, das ist das Ziel, wofür wir kämpfen“, so Jan Apel von Wikimedia Deutschland, der Gesellschaft zur Förderung Freien Wissens e. V. Die 2004 an der TU Berlin gegründete Wikimedia Deutschland ist eine von 40 Ländervertretungen des Wikimedia-Verbundes, der seit 2003 Wikipedia und ihre Schwesterprojekte betreibt. Der spendenfinanzierte Verein hat in Deutschland 70.000 Mitglieder und 130 Mitarbeitende in der Berliner Geschäftsstelle. Als Vision beschreibt der Verein eine Welt, in der alle Menschen am Wissen der Menschheit teilhaben, es nutzen und mehren können. Dazu gehört, dass die Schätze in den Kulturinstitutionen wie Museen und Bibliotheken für alle digital zugänglich sein sollten, betont Jan Apel. Doch Freies Wissen sei noch nicht selbstverständlich. Um die Vielfalt des Wissens der Menschheit für alle sichtbar zu machen, sind Strukturen nötig. 2030 will Wikimedia das weltweite Fundament im Ökosystem des Freien Wissens sein. „Wikimedia ist als Wikiversum nicht zentrale Plattform, sondern will Netzwerk sein“, sagt Apel. Dabei werden zwei Ziele besonders wichtig sein. Einerseits sei das Wissen als Dienst (Knowledge as a service). „Wir wollen die Infrastruktur aufbauen, nicht nur, um uns selber zu ermöglichen, Wissen zu verteilen, sondern auch Partnerorganisationen“. Als zweites geht es dabei um die Wissensgerechtigkeit für alle (Knowledge equity), „jenseits von Hürden, seien es geografische Hürden, politische oder auch persönliche Hürden“. Eine besondere Aufgabe für die Wikimedia Deutschland ist das Spendensammeln. Die Nutzer*innen in Deutschland sind spendenfreudig, stellt Jan Apel fest. Sie ermöglichen damit den weltweiten Aufbau von Strukturen für die Projekte.

Der Wikimedia-Verein erstellt keine Inhalte, sondern fördert diese, arbeitet dafür in drei Feldern. Zur Umsetzung der Vision sei es nötig, Menschen für die Teilhabe an den Projekten zu gewinnen, sie zu unterstützen, um sich „miteinander unter dem Schirm unserer Mission zu verbinden“. Motto: Erkenntnis kommt durch Teilen. Im Technologiebereich gehe es um die Entwicklung von Software und zum Dritten müssen die zivilgesellschaftlichen, politischen und juristischen Rahmenbedingungen entwickelt werden.

Für die unterschiedlichen Aufgaben der ehrenamtlichen Wikimedia-Projekte wurden ganz unterschiedliche Formate entwickelt. Beispiele sind der weltgrößte Fotowettbewerb „Wiki Loves Monuments“ (www.wikilovesmonuments.de), bei dem Freiwillige Bau- und Kulturdenkmäler fotografieren. „GLAM on Tour“ zielt darauf ab, Kulturgüter digital nutzbar zu machen, indem Museen und Bibliotheken sich für Freiwillige der Wikimedia-Projekte öffnen.

 

Projekt Wikipedia

In der freien Enzyklopädie Wikipedia gibt es aktuell 50 Millionen Artikel in etwa 300 Sprachen, täglich kommen 10.000 neue Artikel dazu. Ziel ist es, eine Enzyklopädie in allen Sprachen der Welt zu schaffen. Aktuell gehört Wikipedia zu den Top-5-Websites der Welt. Die deutschsprachige Version (Deutschland, Österreich, Schweiz u. a.) wird monatlich rund 1 Milliarde Mal aufgerufen. Wikipedia lebt von den ehrenamtlichen Autor*innen. Jeder/jede kann mitmachen, auch ohne Anmeldung. Sich einen Account mit einer E-Mailadresse einzurichten, wird jedoch empfohlen. Die sollte jedoch aus Anonymisierungs- und Datenschutzgründen nicht den realen Namen beinhalten. Für Kultureinrichtungen sei es empfehlenswert, über die Wikimedia-Seite einen authentifizierten Account anzulegen, rät Sandra Becker. Damit sei ein höheres Maß an Vertrauenswürdigkeit gegeben.

Für den Anfang ist es sinnvoll, zunächst kleinere Bearbeitungen (Rechtschreibkorrekturen etc.) vorzunehmen. Änderungen von neuen Nutzer*innen werden erst nach einer Mindestanzahl von Edits direkt freigeschaltet, andere müssen durch erfahrene Aktive erst freigeschaltet werden. Zum Erstellen eigener Artikel empfiehlt Sandra Becker, eine persönliche Benutzerseite anzulegen, auf der der Artikel erstellt wird. Nachdem er inhaltlich stimmig und durch Quellen belegt ist, kann er dann vom Benutzerkonto in die Wikipedia verschoben werden. Eine wichtige Frage ist die nach der Unabhängigkeit und Robustheit der Artikel. Dafür sorgen die Belegpflicht und die Wiki-Community. Es sind die Menschen, die Vandalismus, Falschaussagen, unrichtige Informationen und Fake Accounts innerhalb kurzer Zeit entdecken und korrigieren, so Becker. Auch lassen sich Seiten gegen Bearbeitungen schützen und sogar sperren. Autoren und Autorinnen der Wikipedia müssen aber beim Schreiben Urheberrechte, Relevanzkriterien und Quellen beachten und Interessenkonflikte deutlich machen.

Auf die Frage nach der moralischen Glaubwürdigkeit von Quellen erwidert Jan Apel, dass keine Quelle immer zu jeder Zeit moralisch vertrauensvoll und zuverlässig sei. Aber die Nutzer*innen können das nachvollziehen und schauen, ob sie der Quelle vertrauen oder nicht.“ Bei Wikipedia-Einträgen müssen immer Sekundärquellen angegeben werden, einzelne Primärquellen sind nicht zulässig. „Die Informationen, die in Wikipedia sind, verändern sich jeden Tag, und es heißt nicht, dass die Informationen, die sie heute finden, allgemeingültig sind.“ Das sei nicht der Anspruch von Wikipedia, so Apel. Es sei eine „Aushandlung von Informationen“.

Und Sandra Becker lädt ein, Teil der Wiki-Community zu werden: „Du weißt bestimmt etwas, das andere noch nicht wissen. Teile es und werde Autor und Autorin auf der Wikipedia“.

Informationen dazu im Portal Wikipedia:Berlin.

 

Wikimedia Commons

Wikimedia Commons ist seit 2004 das Medienarchiv für die Wikipedia. Es umfasst momentan über 55 Millionen Objekte. Das sind frei lizenzierte Fotos, Grafiken, Dokumente, Audio- und Videodateien, „die für alle anderen Wikimedia-Projekte und die freie Nachnutzung durch jede Person und auch maschinelle Anwendung bereitgestellt werden“.

Besondere Beachtung verdienen hierbei aber die Lizenzbedingungen und Nutzungsrechte. Bilder sind zumeist urheberrechtlich geschützt, oft aber unter Creative-Commons-Lizenzen zur Nutzung freigegeben. So genannte gemeinfreie Bilder, bei denen die Rechte abgelaufen sind, können unkompliziert genutzt werden. Um für die Nachnutzung die notwendigen Lizenz- und Urheberrechtsfragen zu klären, gibt es für Bilder den Lizenzhinweisgenerator (https://lizenzhinweisgenerator.de/).

Die Anwendung soll helfen, „Bilder aus Wikipedia und dem freien Medienarchiv Wikimedia Commons einfach und rechtssicher nachzunutzen.“ Dazu wird die URL des Bildes in die Anwendung eingegeben und es müssen Fragen beantwortet werden, z. B.: Wie wollen Sie das Bild nutzen? Online oder offline? Danach erhält der User den Lizenzhinweis, der kopiert und eingefügt werden kann. Aber: „Die Anwendung kann niemals alle möglichen Anwendungsfälle und Besonderheiten abdecken.“

Denn gerade Urheberrechtsfragen, aber auch die der Motivdarstellung sind kompliziert.

So stellt sich die Frage im Streitfall bei einem argentinischen Bild mit argentinischen Motiven: Welches Recht gilt? Das argentinische oder doch das amerikanische, da die Server in den USA stehen? Die Abbildung nackter Menschen in der Wikipedia, z. B. auch in Kunstwerken, ist in den USA umstritten und hat schon zur Löschung entsprechender Bilder geführt. In Europa ist die Betrachtungsweise eine andere, die Bilder wurden wiederhergestellt. „Die Community ist selbstregulierend“, betont denn auch Martin Rulsch.

Beim Upload von Bildern ist eine Anmeldung erforderlich. Generell müsse besonders auf exakte Angaben zu Nutzungsrechten und zur/zum Inhaber*in geachtet werden. Und „die Beschreibung der Bilder sollte an einer Stelle verortet werden können. Je besser beschrieben – auch mit Metadaten –, desto besser seien sie auch zu finden“.

Beim Hochladen von Bildern gibt es einen Check der Urheber durch Wikimedia Commons. „User, die schon eine Weile dabei sind, genießen dabei aber einen Vertrauensvorschuss was den Persönlichkeitsrechtscheck angeht“. Es werde aber nicht überprüft, ob die Persönlichkeitsrechte von Personen auf den Bildern gewahrt seien. Dafür hafte der-/diejenige, der/die die Bilder hochlädt, erklärt Martin Rulsch.

 

Wikidata

Das 2012 in Berlin gestartete Projekt Wikidata umfasst 59 Millionen lizenzfreie Datenobjekte und 20.000 aktive Benutzer*innen zur Unterstützung aller Wikimedia-Projekte. Bei der Gründung des Projekts kam es darauf an, einen Ort zu schaffen, an dem einzelne Informationen zentral gespeichert werden können, um der sich verändernden Welt Rechnung zu tragen. Daten wie die Einwohnerzahl von Deutschland oder die der verschwundenen Tierarten müssen aktuell gehalten werden – an einem Ort für alle Wikipedia-Sprachen. „Heute ist Wikidata sehr, sehr viel mehr“, beschreibt Jan Apel das Projekt. Es sei immer noch der zentrale Ort für Wikipedia, aber „die Millionen Datensätze sind verknüpft.“ Das kommt beispielsweise den Lexemen zugute. Nicht jedes Wort lässt sich mit einem Wort einer anderen Sprache angemessen übersetzen. „Manchmal brauchen sie 2,5 oder 10 Wörter, um exakt das Konzept dieses Wortes einer Sprache zu erklären“, so Apel. „Und das können sie in Wikidata hinterlegen.“

Entscheidend für Wikidata ist die CC0-Lizenz, sagt Andrea Knabe-Schönemann: „Alle können alles nutzen“. Wikidata ist eine freie Datenbank des Wissens der Welt. Sie bietet beliebig nachnutzbare Inhalte an, die gleichermaßen von Menschen und Maschinen gelesen und gepflegt werden können. „Das Projekt stellt strukturierte Daten in allen Sprachen der Wikimedia-Projekte bereit und erlaubt einen zentralisierten Zugriff (ähnlich wie Wikimedia Commons für Dateien/Bilder)“.

Anhand einer Weltkarte erläutert Jan Apel das Ziel von Wikidata: Daten zu finden und nutzbar zu machen, damit schwarze Flecken in Afrika oder Asien verschwinden und so hell leuchten wie Europa und Nordamerika: „Wir möchten die ganze Welt zum Leuchten bringen.“

Autor: Thomas Prinzler

 

Links 

Wikipedia – Die freie Enzyklopädie

https://wikipedia.de/

Wikidata-Präsentation bei Wikimedia Commons:

https://commons.wikimedia.org/wiki/File:2019_08_ein_schneller_blick_auf_wikidata.pdf

 

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Herzlich Wilkommen bei kulturBdigital

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Termine

28

Okt

2. kulturBdigital Konferenz zur digitalen Entwicklung des Kulturbereichs

28.10.2019 · 13:00 (Einlass)

ufaFabrik - Internationales Kultur Centrum
Viktoriastraße 10-18
12105 Berlin

Lageplan (bitte anklicken)

Vertreter*innen der Freien Szene, der landes- und bezirksgeförderten sowie bezirklichen Kultureinrichtungen sind herzlich eingeladen, sich am 28.10. über das Projekt kulturBdigital und Einsatzbeispiele von digitalen Werkzeugen in der täglichen Arbeit zu informieren, mitzudiskutieren und auszutauschen. Kultursenator Dr. Klaus Lederer wird hierbei den Stand der Planungen für den Berliner Fonds zur Digitalen Entwicklung des Kulturbereichs vorstellen.

5

Nov

Maßnahmen der Online-Kommunikation im Kulturbereich

05.11.2019 · 10 - 12 Uhr

Technologiestiftung Berlin, Grunewaldstraße 61-62, 10825 Berlin

Wir möchten mit Euch und Martin Schäfer vom Stadtmuseum Berlin am 05. November das wichtige Thema der Online-Kommunikation für den Kulturbereich beleuchten.

Twitter, Instagram, facebook und Co. - was gibt es für (effektive) Maßnahmen im Bereich der Online-Kommunikation, welche Probleme treten spartenübergreifend auf und auf was sollte man sich in diesem Bereich zukünftig einstellen. Hierbei wird Martin ein wenig aus dem Nähkästchen plaudern und berichten, welche Ansätze bereits im Stadtmuseum mit welcher Resonanz ausprobiert wurden. Im Anschluss an seinen Vortrag wird genug Zeit für eine Diskussionsrunde sein, um Fragen zu klären, Anregungen zu geben und sich auszutauschen.

Engagieren Sie sich im Berliner Kulturbereich und haben Interesse, die Möglichkeiten digitaler Entwicklungen für sich zu erschließen?

Mit dem Projekt kulturBdigital möchte die Technologiestiftung Berlin mit Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa ein Forum und eine „Werkstatt“ bieten, Praxiswissen vermitteln, ausprobieren, Hemmschwellen abbauen und sparten- und einrichtungsübergreifend Kulturakteure befähigen, Digitales in der täglichen Arbeit mitzudenken.

Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.)
Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.) Kontakt