Aktuelles

Rundumpaket zur Erstellung von Bewegtbildern – kulturBdigital Lab

25. Juli 2019

Nach intensiven Gesprächen, Diskussionen und Workshops mit vielen Kulturschaffenden hat sich herauskristallisiert, dass u.a. ein großer Bedarf für den Einsatz digitaler Technologien bei dem Thema „Auffindbarkeit“ besteht. Um Aufmerksamkeit zu generieren, eignen sich Videos besonders gut, da bspw. Videos die Verweildauer auf der eigenen Website erhöhen, sich dementsprechend positiv auf SEO auswirken und viele Informationen schnell und kompakt übermittelt werden können.

Doch wie gut kommen Videos in Kommunikationsstrategien von Kulturschaffenden in Berlin an? Welche Unterschiede herrschen zwischen selbst- und professionell erstellten Bewegtbildern? Was für Zielgruppen können erreicht werden? Was ist darüber hinaus aus strategischer Sicht zu beachten und welche Vorteile bringen Videos allgemein mit sich?

Im Rahmen des kulturBdigital Labs wurden in diesem Kontext verschiedene Projekte, Veranstaltungen und Informationsmaterialien angeboten, um den Themenkomplex aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und die obenstehenden Fragen zu beantworten:

 

09.01. – 19.06.2019: Professionelle Trailerproduktionen mit Kulturschaffenden

Vom 09.01. – 28.01.2019 konnten sich Berliner Kulturschaffende für professionelle Trailerproduktionen bewerben. Aus den verschiedenen Bewerbungen wurden durch die Technologiestiftung Berlin in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa fünf verschiedene Einrichtungen
(Zimmer 16, Haus der Wannseekonferenz, Stadtbibliothek Mitte, Georg Kolbe Museum und Kulturamt Steglitz-Zehlendorf) aus unterschiedlichen Sparten ausgewählt, die mithilfe von Videoproduzent*innen jeweils einen professionellen Trailer drehen konnten. Durch den Einsatz verschiedener Videoproduzent*innen sollten unterschiedliche Herangehensweisen, Stile und Kommunikations- sowie Produktionsabläufe deutlich werden.

Welche Unterschiede es von Einrichtungs- und Videoproduzent*innen-Seite gab, könnt ihr auf dieser Website bald nachlesen.

Den fertigen Trailer inkl. eines von der Einrichtung eigens verfassten Blogbeitrags könnt ihr bereits von der Stadtbibliothek Mitte und dem Zimmer 16 anschauen und nachlesen.

 

18. & 19.03.2019: Workshop „TV aus der Hosentasche – Smartphone Video Kurs“
mit Steven Siebert von Movact

  • Inhalte der beiden Workshops waren:
    • 1×1 des Films
    • Das Smartphone wird zur Filmkamera? Wie geht das?
    • Welchen Mehrwert bietet mir eine durch audiovisuelle unterstützte Kommunikation?
    • Blick in die Praxis
  • Wie das Smartphone zur Filmkamera wird, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

 

03.04.2019: Leitfaden für die Webvideo-Erstellung
mit Timm Straßheim von KARACHO Film

  • Inhalte, der Veranstaltung waren:
    • Emotionen. Nutzer*innenverhalten –> Vor- und Nachteile von Videos
    • Vorstellung von Videoarten und Zielen
    • Strategische Vorbereitung für die Videoagentur oder die Eigenproduktion
    • Aufwände einer Videoproduktion anhand von Praxisbeispielen
    • Videoseeding – Verbreitung von Webvideos anhand eigener Kanäle und ggf. bezahlter Videoanzeigen
  • Den Leitfaden könnt ihr euch hier herunterladen.

 

Die verschiedenen Formate bieten somit ein Rundumpaket, um die Planung, Erstellung und Nutzung audiovisueller Inhalte besser kennenzulernen – egal ob für selbsterstellte oder professionell gedrehte Videos.

 

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Zimmer 16 – Trailer

18. Juli 2019

Als Anfang Februar 2019 der Anruf kam, dass unsere Bewerbung für die Erstellung eines Videotrailers honoriert wurde, war die Freude groß. Die Kleinkunstbühne “Zimmer 16” wird seit mehr als 17 Jahren als Kulturprojekt vom Förderverein MIKADO e. V. betrieben. Ohne jegliche Subvention wird in Alt-Pankow ein anspruchsvolles kulturelles Angebot von einem sehr engagierten Team geplant, organisiert und abgesichert. Die ehrenamtlichen Mitglieder des heutigen Teams (Vereinsmitglieder und Nichtvereinsmitglieder) sind mit viel Freude dabei. Um es vorwegzunehmen: diese Atmosphäre wird im Trailer deutlich.

- ein Beitrag von Annette Schulz, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Zimmer 16

Videoproduktion: Falko Seidel

Das Projekt kulturBdigital gab Berliner Kultureinrichtungen aus ganz unterschiedlichen Sparten und Bereichen die Möglichkeit, sich für die Erstellung eines Trailers zu bewerben. Da wir noch keinen eigenen audiovisuellen Content für die Öffentlichkeitsarbeit entwickelt hatten, war das unsere Chance. Wir sollten begründen, warum wir bei diesem Projekt mitwirken wollen und eine erste Ideenskizze für einen Trailer einreichen. Praxisnah wurde auch die Möglichkeit eingeräumt, darzulegen woran es bisher gescheitert war, eigene Ideen zu entwickeln. Für ein Brainstorming unter den Ehrenamtlichen fehlte bisher die Erfahrung.

Zuallererst wurden wir gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, mit dem professionellen Filmemacher Falko Seidel zusammenzuarbeiten. Aufgrund seiner Arbeitsbeispiele und seines Lebenslaufes auf seinen Webseiten hatten wir den Eindruck, dass Falko Seidel der Richtige war. Wir verabredeten ein Kennenlerntreffen mit ihm und Jessica Frost von der Technologiestiftung vor Ort im “Zimmer 16”. Wir berichteten über das reichhaltige Veranstaltungsspektrum und erzählten vom Wohlfühlfaktor. Publikum und Künstler*innen kommen wegen der fantastischen Akustik und dem ehrenamtlichen Team, das sich als Gastgeber versteht und (Musik)Kultur lebt, gerne ins “Zimmer 16”. Wir waren uns sicher, dass wir auf eine Mitarbeit der Besucher*innen und Künstler*innen an der Trailerproduktion rechnen konnten.

Falko Seidel kam ziemlich schnell mit einer Ideenskizze, die den Nagel auf den Kopf traf. Zum Lied von Frank Viehweg “Solange man singt, ist doch noch nicht alles verlor’n” sollte nur mit Bildern eine Geschichte erzählt werden. Frieda, unsere ehrenamtliche Barkeeperin, träumt während ihrer Arbeit davon, auch mal auf der Bühne zu stehen. 2 Drehtermine wurden abgesprochen. Nachdem alles im Kasten war, kam die Nachricht, dass wir im Rahmen des Projektes keine GEMA-pflichtige Musik verwenden durften. Bei dem ausgewählten Song war das leider der Fall und so suchten wir schweren Herzens nach einer GEMA-freien Ersatzmusik. Uns vom Verein fiel nichts Passendes ein, aber Falko machte einen Vorschlag. Gleichzeitig präsentierte der Filmemacher die erste Version des Werbefilms für unsere Kleinkunstbühne.

Bei den meisten Mitstreiter*innen kam der Trailer gut an, aber es gab auch heftige Diskussionen. Einige fanden z. B. die Geschichte mit der Barfrau zu dominant, dafür zu wenig vom tollen VA-Programm zurückzusehen. Diese Diskussionen zeigten, mit welchem Herzblut die Ehrenamtlichen für ihre Kleinkunstbühne in Aktion sind. Falko Seidel drehte Szenen nach, kürzte die dargestellte Geschichte, machte sozusagen den Feinschliff. Es blieb zum Glück für die Befürworter der Trailer, der perfekt die gemütliche Atmosphäre abbildet.

 

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Gesucht: Designer*- und Entwickler*innen

4. Juni 2019

Wie kommen Kulturschaffende und Digitalisierungs-Expert*innen zusammen? Unser Projekt kulturBdigital bringt Kulturschaffende mit interessierten Techies, Developer*innen, Datenvisualisierer*innen, Interfacedesigner*innen, Produktdesigner*innen, UX/UI-Designer*innen & Co – kurz: Designer*- und Entwickler*innen zusammen. Gemeinsam sollen die interdisziplinären Teams jeweils eines von fünf digitale Herzensprojekten verwirklichen, die Kulturschaffenden bei der täglichen Arbeit unterstützen können.

Für die Umsetzung der Projekte stehen jeweils bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit endet im Dezember 2019.

 

Kurzvorstellung Projekte (Bewerbungsverfahren s.u.)

Interaktion auch nach der (virtuellen) Inszenierung

Das ATZE ist Deutschlands größtes Musiktheater für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Lehrer*innen und Erzieher*innen stellen die größte Gruppe an Ansprechpartner*innen in den täglichen Kommunikationsabläufen dar.    Am Beispiel des Fantasy-Singspiels „Albirea. Nur ein Kind kann die Welt retten“, das im Oktober 2019 uraufgeführt werden wird, ist es der Wunsch von ATZE, ein innovatives Open Source Tool zu entwickeln, mit dem eine digitale Abbildung des künstlerischen Programms möglich ist und durch das den Figuren der Stücke begegnet werden, mit ihnen in Interaktion getreten und virtuell in ihre Welt eingetaucht werden kann. „Albirea“ wird maßgeblich mit einem virtuellen Bühnenbild und Video-Mapping gestaltet. Dieses Konzept, in dem Darsteller*innen nicht nur auf der Bühne, sondern auch Teil einer virtuellen Welt sind, soll in die Entwicklung des Tools bzw. eines ersten Prototypens aufgenommen und weiterentwickelt werden.

Aufgabe ist es, ein Tool zu entwickeln, das den interaktiven/spielerischen Part mit dem theaterpädagogischen Angebot des ATZE Musiktheaters vereinbart, und dieses als Kommunikationstool mit Pädagog*innen zu nutzen.

Hast Du eine Idee und findest es spannend, für Kids, Jugendliche und Pädagog*innen digitale Anwendungen mit zu entwickeln? Wir suchen Leute mit Expertise in digitalem Storytelling, Games, Medienpädagogik…

Analoge Reservierungen digitalisieren

Das Figurentheater Grashüpfer veranstaltet im Jahr bis zu 400 Veranstaltungen für Kinder und Familien, die von bis zu ca. 16.000 Zuschauer*innen besucht werden. Es soll eine Open Source-Anwendung entwickelt bzw. adaptiert werden, mit der die bislang analog per Telefon und über ein Webformular erfolgenden Ticketreservierungen mit den internen Arbeitsprozessen verknüpft und digitalisiert werden können. Ein wichtiger Aspekt ist die Dokumentation der Vorgehensweise bei der beispielhaften Implementierung der Open Source-Anwendung.

Für Dich sind Metadaten, Backend Development, Ticket-Systeme und Open Source-Lösungen keine Fremdworte? Du bringst Erfahrungen als Designer*in und/oder Entwickler*in mit? Dann melde Dich bitte bei uns.

„Hol‘ Dir die Kunst ins Haus“- Kunstverleih digital

Der Kunstverleih Lichtenberg (Bezirksamt Lichtenberg – FB Kunst) verfügt über ca. 450 Originale, die gegen eine geringe Leihgebühr ausgeliehen werden können. Diese Kunstwerke sollen digital in einer Datenbank erfasst und über die Webseite der Galerie 100 verlinkt werden.

Wir suchen eine*n Entwickler*in , die/der die Inventarliste in eine strukturierte Datenbank überführt und in einer userfreundlichen Webseite visualisiert.

Publikumsgespräche für alle – digitale Anwendungen für den Dialog

Nach den Theatervorstellungen am Berliner Ensemble werden regelmäßig Publikumsgespräche durchgeführt und dabei entstehen interessante und persönliche Dialoge und Diskussionen. Schauspieler*innen und Regisseur*innen treten mit dem Publikum in Austausch über die Inszenierung. Um eine erweiterte Zielgruppe zu erreichen, sollen digitale Schnittstellen bzw. Anwendungen und Ideen entwickelt werden. Eine Aufgabe wäre es beispielsweise, zusätzlich Fragen der Zuschauer*innen digital zu übersetzen und allen im Saal, auf der Website oder in Foren zum Austausch zugänglich zu machen. Für die Abstimmung der Fragen müsste ein geschützter Raum entwickelt werden.

Du hast Interesse, mit Kulturschaffenden gemeinsam eine digitale Open Source-Anwendung für die Zugänglichkeit und Teilhabe über die Theateraufführungen hinaus wie z.B.: Chatbots, Messenger Kanäle, Social Media Bots und Co. zu entwickeln und zu realisieren? Dann sind Deine Skills und Expertise als Entwickler*in oder Designer*in gefragt.

Kulturhaus Spandau: Alte Musik sucht neue Gäste

Das Kulturhaus Spandau bietet ca. 400 Veranstaltungen jährlich im Kulturhaus, in der Zitadelle, auf der Freilichtbühne und im öffentlichen Raum und leistet einen signifikanten Beitrag für das Spandauer Kulturangebot. 2020 ist neben einem Jazzfestival im Spätherbst auch ein Festival unter dem Slogan „Spandau macht Alte Musik“ im Gotischen Saal mit international renommierten Künstler*innen geplant. Um neue Zielgruppen zu akquirieren, soll eine digitale Plattform zur direkten Ansprache und als neuer Kommunikations- und Marketingkanal entwickelt werden. Ferner sollen damit weitgehend automatisiert die Bestückung diverser Presse-/Marketingportale bedient werden, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen.

Wir suchen Entwickler*innen und/oder Designer*innen mit Ideen für die Erreichung neuer Zielgruppen durch digitale Tools und mit Expertise für die entsprechende Umsetzung der Anwendungen. Interesse an der Entwicklung und Realisierung digitaler Open Source-Anwendungen mit dem Schwerpunkt Vereinfachung interner Arbeitsprozessen und Gewinnung neuer Zielgruppen?

 

Wissen bündeln

Darüber hinaus suchen wir für alle Projekte Interessierte, die die jeweiligen Prozesse dokumentieren und beispielhaft für weitere Kulturschaffende aufbereiten.

Weitere Informationen zu „Culture meets Coder“ –> hier

Bei Interesse bitten wir um Meldung unter Angabe des jeweiligen Projekts bis Ende Juni 2019 via Mail an kultur(at)technologiestiftung-berlin.de.

 

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Herzlich Wilkommen bei kulturBdigital

Herzlich Wilkommen bei kulturBdigital

Termine

27

Aug

World-Café „Wikipedia, Wikimedia Commons, Wikidata“

27. August 2019 · 10-15 Uhr

Technologiestiftung Berlin, Grunewaldstr. 61-62, 10825 Berlin

Fast jede*r kennt Wikipedia, nicht zuletzt, weil es bei der Suche mit Google immer ganz oben in den Ergebnissen erscheint. Wir möchten etwas genauer wissen, wie Wikipedia „funktioniert“, wie Kulturschaffende die Enzyklopädie für sich nutzen können und was hinter den weiteren Projekten zur Förderung des Freien Wissens steckt.

11

Sep

Internet of Things im Kulturbereich

11.09.2019 · 15:15 - 17:15 Uhr

Technologiestiftung Berlin
Grunewaldstr. 61-62
10825 Berlin

Wir laden Euch herzlich ein, im Rahmen unseres kulturBdigital Labs am 11.09.2019 von 15:15 – 17:15 Uhr in der Technologiestiftung Berlin mit uns zu diskutieren, wozu man neue Technologien des Internet of Things im Kulturbereich einsetzen könnte und gemeinsam herauszufinden, welche Anwendungen Berliner Kultureinrichtungen sich wünschen.

28

Okt

kulturBdigital – Konferenz zur digitalen Entwicklung des Kulturbereichs

28.10.2019 · 13.30-20 Uhr

ufaFabrik, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin

Zum Vormerken: Termin und Ort unserer zweiten kulturBdigital-Konferenz mit Senator Dr. Klaus Lederer stehen fest. Alles weitere folgt zeitnah...

Engagieren Sie sich im Berliner Kulturbereich und haben Interesse, die Möglichkeiten digitaler Entwicklungen für sich zu erschließen?

Mit dem Projekt kulturBdigital möchte die Technologiestiftung Berlin mit Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa ein Forum und eine „Werkstatt“ bieten, Praxiswissen vermitteln, ausprobieren, Hemmschwellen abbauen und sparten- und einrichtungsübergreifend Kulturakteure befähigen, Digitales in der täglichen Arbeit mitzudenken.

Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.)
Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.) Kontakt