Aktuelles

Trailerproduktion für das Kulturamt von Steglitz-Zehlendorf

12. September 2019

Blogbeitrag von Lukas Heger

Wir, der Fachbereich Kultur Steglitz-Zehlendorf, auch geläufig als Kulturamt von Steglitz-Zehlendorf, verantworten das mehrspartige Kulturprogramm in der Schwartzschen Villa und im Gutshaus Steglitz. So finden in den beiden Häusern jährlich mehrere hundert Kulturveranstaltungen im Bereich zeitgenössischer Kunst, Musik hauptsächlich klassischer Genres, Lesungen, Kindertheater und regionalhistorischer Ausstellungen statt. Dieses Kulturprogramm in seinem Umfang und seiner Vielfalt abzubilden und mit zeitgemäßen Mitteln zu vermarkten war und ist für uns eine Herausforderung. Im Bereich digitaler Vermarktungsmöglichkeiten wurden bereits Anstrengungen unternommen, um zusätzliche Kanäle und Services in die Öffentlichkeitsarbeit zu integrieren. Besonders hinsichtlich der eigenständigen Produktion von Bild- und Tonmaterial mangelt es uns jedoch an Erfahrung und technischer Ausstattung. Mit entsprechend großem Interesse haben wir daher die Ausschreibung der Technologiestiftung wahrgenommen und uns nach erfolgreicher Bewerbung sehr über die Ermöglichung einer professionellen Trailerproduktion durch die Technologiestiftung und die Filmfirma Karcho GmbH gefreut.

 

 

Die Abläufe vom ersten Konzeptionsgespräch bis hin zur Veröffentlichung waren sämtlich sehr gut organisiert und an unseren Wünschen und Bedürfnissen orientiert. Timm und Daniel von Karacho verschafften sich ein genaues Bild von unserer Arbeit, den Veranstaltungsorten und dem aktuellen Stand unserer Öffentlichkeitsarbeit und passten ihr Konzept auf dem gesamten Produktionsweg immer wieder unseren Wünschen an. Die Hauptideen, die der Trailer abbilden sollte, waren Aspekte wie Programmvielseitigkeit, architektonische Besonderheiten der historischen Gebäude und die bei den Veranstaltungen entstehende und fühlbare Authentizität und Nähe zwischen Künstler*innen und Besucher*innen. Diese Besonderheiten wurden u.a. durch spezielle Kameraeinstellungen und Perspektiven sowie Interviews mit Künstler*innen filmisch umgesetzt. Die ursprünglich geplante Länge von 45 Sekunden wurde angesichts dieser Punkte erweitert, der Trailer bietet nun einen Einblick von 2:20 Minuten und trägt damit Facetten eines Imagefilms.

Wir verwenden den Trailer zur Einbettung auf unserer Webseite, zur Veröffentlichung in unseren sozialen Mediennetzwerken und in unserem Newsletter. Weiterhin eruieren wir die Möglichkeit, den Trailer für Werbemaßnahmen zu verwenden. Hierfür wären weitergehende Bearbeitungen notwendig, da sich die Länge von knapp zweieinhalb Minuten nur bedingt für Werbezwecke eignet. Er fügt sich nichtsdestoweniger gut in die vorangegangenen (und folgenden) Bemühungen im Onlinebereich ein und sorgt so für eine stärkere und positiv veränderte Wahrnehmung unserer Veranstaltungshäuser und unserer Arbeit als Fachbereich. Daher können wir anderen Einrichtungen die Konzeption und Umsetzung von filmischen Ideen als Marketingelement empfehlen, wohlwissend, dass die technischen und personellen Strukturen hierfür entsprechend vorhanden sein müssen.

 

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Rundumpaket zur Erstellung von Bewegtbildern – kulturBdigital Lab

25. Juli 2019

Nach intensiven Gesprächen, Diskussionen und Workshops mit vielen Kulturschaffenden hat sich herauskristallisiert, dass u.a. ein großer Bedarf für den Einsatz digitaler Technologien bei dem Thema „Auffindbarkeit“ besteht. Um Aufmerksamkeit zu generieren, eignen sich Videos besonders gut, da bspw. Videos die Verweildauer auf der eigenen Website erhöhen, sich dementsprechend positiv auf SEO auswirken und viele Informationen schnell und kompakt übermittelt werden können.

Doch wie gut kommen Videos in Kommunikationsstrategien von Kulturschaffenden in Berlin an? Welche Unterschiede herrschen zwischen selbst- und professionell erstellten Bewegtbildern? Was für Zielgruppen können erreicht werden? Was ist darüber hinaus aus strategischer Sicht zu beachten und welche Vorteile bringen Videos allgemein mit sich?

Im Rahmen des kulturBdigital Labs wurden in diesem Kontext verschiedene Projekte, Veranstaltungen und Informationsmaterialien angeboten, um den Themenkomplex aus unterschiedlichen Perspektiven zu beleuchten und die obenstehenden Fragen zu beantworten:

 

09.01. – 19.06.2019: Professionelle Trailerproduktionen mit Kulturschaffenden

Vom 09.01. – 28.01.2019 konnten sich Berliner Kulturschaffende für professionelle Trailerproduktionen bewerben. Aus den verschiedenen Bewerbungen wurden durch die Technologiestiftung Berlin in Kooperation mit der Senatsverwaltung für Kultur und Europa fünf verschiedene Einrichtungen
(Zimmer 16, Haus der Wannseekonferenz, Stadtbibliothek Mitte, Georg Kolbe Museum und Kulturamt Steglitz-Zehlendorf) aus unterschiedlichen Sparten ausgewählt, die mithilfe von Videoproduzent*innen jeweils einen professionellen Trailer drehen konnten. Durch den Einsatz verschiedener Videoproduzent*innen sollten unterschiedliche Herangehensweisen, Stile und Kommunikations- sowie Produktionsabläufe deutlich werden.

Welche Unterschiede es von Einrichtungs- und Videoproduzent*innen-Seite gab, könnt ihr auf dieser Website bald nachlesen.

Den fertigen Trailer inkl. eines von der Einrichtung eigens verfassten Blogbeitrags könnt ihr bereits von der Stadtbibliothek Mitte und dem Zimmer 16 anschauen und nachlesen.

 

18. & 19.03.2019: Workshop „TV aus der Hosentasche – Smartphone Video Kurs“
mit Steven Siebert von Movact

  • Inhalte der beiden Workshops waren:
    • 1×1 des Films
    • Das Smartphone wird zur Filmkamera? Wie geht das?
    • Welchen Mehrwert bietet mir eine durch audiovisuelle unterstützte Kommunikation?
    • Blick in die Praxis
  • Wie das Smartphone zur Filmkamera wird, erfahrt ihr in diesem Blogbeitrag.

 

03.04.2019: Leitfaden für die Webvideo-Erstellung
mit Timm Straßheim von KARACHO Film

  • Inhalte, der Veranstaltung waren:
    • Emotionen. Nutzer*innenverhalten –> Vor- und Nachteile von Videos
    • Vorstellung von Videoarten und Zielen
    • Strategische Vorbereitung für die Videoagentur oder die Eigenproduktion
    • Aufwände einer Videoproduktion anhand von Praxisbeispielen
    • Videoseeding – Verbreitung von Webvideos anhand eigener Kanäle und ggf. bezahlter Videoanzeigen
  • Den Leitfaden könnt ihr euch hier herunterladen.

 

Die verschiedenen Formate bieten somit ein Rundumpaket, um die Planung, Erstellung und Nutzung audiovisueller Inhalte besser kennenzulernen – egal ob für selbsterstellte oder professionell gedrehte Videos.

 

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Culture meets Coder

4. Juni 2019

Wie kommen Kulturschaffende und Digitalisierungs-Expert*innen zusammen? Unser Projekt kulturBdigital bringt Kulturschaffende mit interessierten Techies, Developer*innen, Datenvisualisierer*innen, Interfacedesigner*innen, Produktdesigner*innen, UX/UI-Designer*innen & Co – kurz: Designer*- und Entwickler*innen zusammen. Gemeinsam sollen die interdisziplinären Teams jeweils eines von fünf digitale Herzensprojekten verwirklichen, die Kulturschaffenden bei der täglichen Arbeit unterstützen können.

Für die Umsetzung der Projekte stehen jeweils bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit endet im Dezember 2019.

 

Kurzvorstellung Projekte

Interaktion auch nach der (virtuellen) Inszenierung

Das ATZE ist Deutschlands größtes Musiktheater für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Lehrer*innen und Erzieher*innen stellen die größte Gruppe an Ansprechpartner*innen in den täglichen Kommunikationsabläufen dar.    Am Beispiel des Fantasy-Singspiels „Albirea. Nur ein Kind kann die Welt retten“, das im Oktober 2019 uraufgeführt werden wird, ist es der Wunsch von ATZE, ein innovatives Open Source Tool zu entwickeln, mit dem eine digitale Abbildung des künstlerischen Programms möglich ist und durch das den Figuren der Stücke begegnet werden, mit ihnen in Interaktion getreten und virtuell in ihre Welt eingetaucht werden kann. „Albirea“ wird maßgeblich mit einem virtuellen Bühnenbild und Video-Mapping gestaltet. Dieses Konzept, in dem Darsteller*innen nicht nur auf der Bühne, sondern auch Teil einer virtuellen Welt sind, soll in die Entwicklung des Tools bzw. eines ersten Prototypens aufgenommen und weiterentwickelt werden.

Aufgabe ist es, ein Tool zu entwickeln, das den interaktiven/spielerischen Part mit dem theaterpädagogischen Angebot des ATZE Musiktheaters vereinbart, und dieses als Kommunikationstool mit Pädagog*innen zu nutzen.

Analoge Reservierungen digitalisieren

Das Figurentheater Grashüpfer veranstaltet im Jahr bis zu 400 Veranstaltungen für Kinder und Familien, die von bis zu ca. 16.000 Zuschauer*innen besucht werden. Es soll eine Open Source-Anwendung entwickelt bzw. adaptiert werden, mit der die bislang analog per Telefon und über ein Webformular erfolgenden Ticketreservierungen mit den internen Arbeitsprozessen verknüpft und digitalisiert werden können. Ein wichtiger Aspekt ist die Dokumentation der Vorgehensweise bei der beispielhaften Implementierung der Open Source-Anwendung.

„Hol‘ Dir die Kunst ins Haus“- Kunstverleih digital

Der Kunstverleih Lichtenberg (Bezirksamt Lichtenberg – FB Kunst) verfügt über ca. 450 Originale, die gegen eine geringe Leihgebühr ausgeliehen werden können. Diese Kunstwerke sollen digital in einer Datenbank erfasst und über die Webseite der Galerie 100 verlinkt werden.

Publikumsgespräche für alle – digitale Anwendungen für den Dialog

Nach den Theatervorstellungen am Berliner Ensemble werden regelmäßig Publikumsgespräche durchgeführt und dabei entstehen interessante und persönliche Dialoge und Diskussionen. Schauspieler*innen und Regisseur*innen treten mit dem Publikum in Austausch über die Inszenierung. Um eine erweiterte Zielgruppe zu erreichen, sollen digitale Schnittstellen bzw. Anwendungen und Ideen entwickelt werden. Eine Aufgabe wäre es beispielsweise, zusätzlich Fragen der Zuschauer*innen digital zu übersetzen und allen im Saal, auf der Website oder in Foren zum Austausch zugänglich zu machen. Für die Abstimmung der Fragen müsste ein geschützter Raum entwickelt werden.

Kulturhaus Spandau: Alte Musik sucht neue Gäste

Das Kulturhaus Spandau bietet ca. 400 Veranstaltungen jährlich im Kulturhaus, in der Zitadelle, auf der Freilichtbühne und im öffentlichen Raum und leistet einen signifikanten Beitrag für das Spandauer Kulturangebot. 2020 ist neben einem Jazzfestival im Spätherbst auch ein Festival unter dem Slogan „Spandau macht Alte Musik“ im Gotischen Saal mit international renommierten Künstler*innen geplant. Um neue Zielgruppen zu akquirieren, soll eine digitale Plattform zur direkten Ansprache und als neuer Kommunikations- und Marketingkanal entwickelt werden. Ferner sollen damit weitgehend automatisiert die Bestückung diverser Presse-/Marketingportale bedient werden, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen.

 

 

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Herzlich Wilkommen bei kulturBdigital

Herzlich Wilkommen bei kulturBdigital

Termine

28

Okt

kulturBdigital – Konferenz zur digitalen Entwicklung des Kulturbereichs

28.10.2019 · 13.30-20 Uhr

ufaFabrik, Viktoriastraße 10-18, 12105 Berlin

Zum Vormerken: Termin und Ort unserer zweiten kulturBdigital-Konferenz mit Senator Dr. Klaus Lederer stehen fest. Alles weitere folgt zeitnah...

Engagieren Sie sich im Berliner Kulturbereich und haben Interesse, die Möglichkeiten digitaler Entwicklungen für sich zu erschließen?

Mit dem Projekt kulturBdigital möchte die Technologiestiftung Berlin mit Förderung der Senatsverwaltung für Kultur und Europa ein Forum und eine „Werkstatt“ bieten, Praxiswissen vermitteln, ausprobieren, Hemmschwellen abbauen und sparten- und einrichtungsübergreifend Kulturakteure befähigen, Digitales in der täglichen Arbeit mitzudenken.

Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.)
Edmundo Galindo, Jessica Frost & Annette Kleffel (v.l.n.r.) Kontakt