Culture meets Coder

4. Juni 2019

Wie kommen Kulturschaffende und Digitalisierungs-Expert*innen zusammen? Unser Projekt kulturBdigital bringt Kulturschaffende mit interessierten Techies, Developer*innen, Datenvisualisierer*innen, Interfacedesigner*innen, Produktdesigner*innen, UX/UI-Designer*innen & Co – kurz: Designer*- und Entwickler*innen zusammen. Gemeinsam sollen die interdisziplinären Teams jeweils eines von fünf digitale Herzensprojekten verwirklichen, die Kulturschaffenden bei der täglichen Arbeit unterstützen können.

Für die Umsetzung der Projekte stehen jeweils bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit endet im Dezember 2019.

 

Kurzvorstellung Projekte

Interaktion auch nach der (virtuellen) Inszenierung

Das ATZE ist Deutschlands größtes Musiktheater für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Lehrer*innen und Erzieher*innen stellen die größte Gruppe an Ansprechpartner*innen in den täglichen Kommunikationsabläufen dar.    Am Beispiel des Fantasy-Singspiels „Albirea. Nur ein Kind kann die Welt retten“, das im Oktober 2019 uraufgeführt werden wird, ist es der Wunsch von ATZE, ein innovatives Open Source Tool zu entwickeln, mit dem eine digitale Abbildung des künstlerischen Programms möglich ist und durch das den Figuren der Stücke begegnet werden, mit ihnen in Interaktion getreten und virtuell in ihre Welt eingetaucht werden kann. „Albirea“ wird maßgeblich mit einem virtuellen Bühnenbild und Video-Mapping gestaltet. Dieses Konzept, in dem Darsteller*innen nicht nur auf der Bühne, sondern auch Teil einer virtuellen Welt sind, soll in die Entwicklung des Tools bzw. eines ersten Prototypens aufgenommen und weiterentwickelt werden.

Aufgabe ist es, ein Tool zu entwickeln, das den interaktiven/spielerischen Part mit dem theaterpädagogischen Angebot des ATZE Musiktheaters vereinbart, und dieses als Kommunikationstool mit Pädagog*innen zu nutzen.

Analoge Reservierungen digitalisieren

Das Figurentheater Grashüpfer veranstaltet im Jahr bis zu 400 Veranstaltungen für Kinder und Familien, die von bis zu ca. 16.000 Zuschauer*innen besucht werden. Es soll eine Open Source-Anwendung entwickelt bzw. adaptiert werden, mit der die bislang analog per Telefon und über ein Webformular erfolgenden Ticketreservierungen mit den internen Arbeitsprozessen verknüpft und digitalisiert werden können. Ein wichtiger Aspekt ist die Dokumentation der Vorgehensweise bei der beispielhaften Implementierung der Open Source-Anwendung.

„Hol‘ Dir die Kunst ins Haus“- Kunstverleih digital

Der Kunstverleih Lichtenberg (Bezirksamt Lichtenberg – FB Kunst) verfügt über ca. 450 Originale, die gegen eine geringe Leihgebühr ausgeliehen werden können. Diese Kunstwerke sollen digital in einer Datenbank erfasst und über die Webseite der Galerie 100 verlinkt werden.

Publikumsgespräche für alle – digitale Anwendungen für den Dialog

Nach den Theatervorstellungen am Berliner Ensemble werden regelmäßig Publikumsgespräche durchgeführt und dabei entstehen interessante und persönliche Dialoge und Diskussionen. Schauspieler*innen und Regisseur*innen treten mit dem Publikum in Austausch über die Inszenierung. Um eine erweiterte Zielgruppe zu erreichen, sollen digitale Schnittstellen bzw. Anwendungen und Ideen entwickelt werden. Eine Aufgabe wäre es beispielsweise, zusätzlich Fragen der Zuschauer*innen digital zu übersetzen und allen im Saal, auf der Website oder in Foren zum Austausch zugänglich zu machen. Für die Abstimmung der Fragen müsste ein geschützter Raum entwickelt werden.

Kulturhaus Spandau: Alte Musik sucht neue Gäste

Das Kulturhaus Spandau bietet ca. 400 Veranstaltungen jährlich im Kulturhaus, in der Zitadelle, auf der Freilichtbühne und im öffentlichen Raum und leistet einen signifikanten Beitrag für das Spandauer Kulturangebot. 2020 ist neben einem Jazzfestival im Spätherbst auch ein Festival unter dem Slogan „Spandau macht Alte Musik“ im Gotischen Saal mit international renommierten Künstler*innen geplant. Um neue Zielgruppen zu akquirieren, soll eine digitale Plattform zur direkten Ansprache und als neuer Kommunikations- und Marketingkanal entwickelt werden. Ferner sollen damit weitgehend automatisiert die Bestückung diverser Presse-/Marketingportale bedient werden, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen.