Informatives

Mit dem Projekt „kulturBdigital“ möchten wir ein Forum und eine „Werkstatt“ bieten, Praxiswissen vermitteln, ausprobieren, Hemmschwellen abbauen und sparten- und einrichtungsübergreifend Kulturakteure befähigen, Digitales in der täglichen Arbeit mitzudenken.

Zimmer 16 – Trailer

18. Juli 2019

Als Anfang Februar 2019 der Anruf kam, dass unsere Bewerbung für die Erstellung eines Videotrailers honoriert wurde, war die Freude groß. Die Kleinkunstbühne “Zimmer 16” wird seit mehr als 17 Jahren als Kulturprojekt vom Förderverein MIKADO e. V. betrieben. Ohne jegliche Subvention wird in Alt-Pankow ein anspruchsvolles kulturelles Angebot von einem sehr engagierten Team geplant, organisiert und abgesichert. Die ehrenamtlichen Mitglieder des heutigen Teams (Vereinsmitglieder und Nichtvereinsmitglieder) sind mit viel Freude dabei. Um es vorwegzunehmen: diese Atmosphäre wird im Trailer deutlich.

- ein Beitrag von Annette Schulz, ehrenamtliche Mitarbeiterin des Zimmer 16

Videoproduktion: Falko Seidel

Das Projekt kulturBdigital gab 5 Berliner Kultureinrichtungen aus ganz unterschiedlichen Sparten und Bereichen die Möglichkeit, sich für die Erstellung eines Trailers zu bewerben. Da wir noch keinen eigenen audiovisuellen Content für die Öffentlichkeitsarbeit entwickelt hatten, war das unsere Chance. Wir sollten begründen, warum wir bei diesem Projekt mitwirken wollen und eine erste Ideenskizze für einen Trailer einreichen. Praxisnah wurde auch die Möglichkeit eingeräumt, darzulegen woran es bisher gescheitert war, eigene Ideen zu entwickeln. Für ein Brainstorming unter den Ehrenamtlichen fehlte bisher die Erfahrung.

Zuallererst wurden wir gefragt, ob wir uns vorstellen könnten, mit dem professionellen Filmemacher Falko Seidel zusammenzuarbeiten. Aufgrund seiner Arbeitsbeispiele und seines Lebenslaufes auf seinen Webseiten hatten wir den Eindruck, dass Falko Seidel der Richtige war. Wir verabredeten ein Kennenlerntreffen mit ihm und Jessica Frost von der Technologiestiftung vor Ort im “Zimmer 16”. Wir berichteten über das reichhaltige Veranstaltungsspektrum und erzählten vom Wohlfühlfaktor. Publikum und Künstler*innen kommen wegen der fantastischen Akustik und dem ehrenamtlichen Team, das sich als Gastgeber versteht und (Musik)Kultur lebt, gerne ins “Zimmer 16”. Wir waren uns sicher, dass wir auf eine Mitarbeit der Besucher*innen und Künstler*innen an der Trailerproduktion rechnen konnten.

Falko Seidel kam ziemlich schnell mit einer Ideenskizze, die den Nagel auf den Kopf traf. Zum Lied von Frank Viehweg “Solange man singt, ist doch noch nicht alles verlor’n” sollte nur mit Bildern eine Geschichte erzählt werden. Frieda, unsere ehrenamtliche Barkeeperin, träumt während ihrer Arbeit davon, auch mal auf der Bühne zu stehen. 2 Drehtermine wurden abgesprochen. Nachdem alles im Kasten war, kam die Nachricht, dass wir im Rahmen des Projektes keine GEMA-pflichtige Musik verwenden durften. Bei dem ausgewählten Song war das leider der Fall und so suchten wir schweren Herzens nach einer GEMA-freien Ersatzmusik. Uns vom Verein fiel nichts Passendes ein, aber Falko machte einen Vorschlag. Gleichzeitig präsentierte der Filmemacher die erste Version des Werbefilms für unsere Kleinkunstbühne.

Bei den meisten Mitstreiter*innen kam der Trailer gut an, aber es gab auch heftige Diskussionen. Einige fanden z. B. die Geschichte mit der Barfrau zu dominant, dafür zu wenig vom tollen VA-Programm zurückzusehen. Diese Diskussionen zeigten, mit welchem Herzblut die Ehrenamtlichen für ihre Kleinkunstbühne in Aktion sind. Falko Seidel drehte Szenen nach, kürzte die dargestellte Geschichte, machte sozusagen den Feinschliff. Es blieb zum Glück für die Befürworter der Trailer, der perfekt die gemütliche Atmosphäre abbildet.

 

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Stadtbibliothek Berlin-Mitte – Trailer

27. Juni 2019

Als wir von der Möglichkeit hörten, einen Trailer für unsere Bibliotheken professionell erstellen lassen zu können und somit qualitativ-hochwertiges Videomaterial zu Werbezwecken zu bekommen, haben wir nicht lange gezögert. Schnell gründete sich eine kleine Arbeitsgruppe, die in kurzer Zeit den Bewerbungsbogen ausfüllte und ein erstes Storyboard mit unseren Ideen und Vorstellungen zusammenstellte. Als wir dann die Zusage erhielten, war die Freude groß: so eine Gelegenheit ergibt sich nicht jeden Tag!

Videoproduktion: Karacho GmbH

Viel Zeit zum Feiern gab es allerdings nicht, denn es ging gleich Schlag auf Schlag los. In einem ersten Gespräch mit der Filmproduktionsfirma Karacho und im Beisein der Technologiestiftung wurden unsere Vorstellungen besprochen, Möglichkeiten erörtert und erste Ideen für ein konkreteres Storyboard gesammelt. In einem zweiten Treffen wurden uns dann mehrere, von der Produktionsfirma entwickelten alternative Konzepte für einen Trailer vorgestellt und in einem kurzen Prozess abgestimmt. Nun, da das Storyboard feststand, ging es an die ganz konkreten Sachen wie: Statist*innen für die einzelnen Szenen finden, Requisiten besorgen und den Drehtag selber vorbereiten. Auch wenn die Länge des Videos mit knapp 45 Sekunden doch recht kurz erscheint, haben wir dafür einen ganzen Tag eingeplant.

Am Drehtag selber lief dann, durch die gut begleitete Vorbereitung und einiger Detailbesprechungen mit der Produktionsfirma, alles wie geplant: die Kolleg*innen, die als Statist*innen mitwirkten, waren pünktlich und motiviert vor Ort, die verschiedenen Szenen wurden nach und nach mit professioneller Anleitung abgearbeitet und so entstand an einem langen, aber sehr schönem Tag das Rohmaterial für unseren Trailer. Nun folgte eigentlich der für uns schwierigste Teil: warten auf das Endprodukt!

In der Endproduktion verlieh das Team der Produktionsfirma dem Ganzen nochmal den Feinschliff, packte alles in einen schönen Rahmen und setzte dann auch noch einen musikalischen Hintergrund. Auch kleinere Verbesserungswünsche von uns wurden berücksichtigt und verarbeitet. Als wir das fertige Endprodukt endlich sehen konnten, waren wir alle schwer begeistert: so gut hätten wir es mit unseren eigenen Ressourcen wohl nie hinbekommen! Wirklich alle Beteiligten waren am Ende wunschlos glücklich.

Schnell setzten wir den entstanden Trailer bei uns in den sozialen Medien ein, wo er in kurzer Zeit bis zu 1000 Menschen erreichte: für die Stadtbibliothek Berlin-Mitte eine bemerkenswerte Zahl! Er ist auf der Homepage repräsentativer Stelle zu sehen, läuft in unseren Bibliotheken auf den Info-Bildschirmen und wir können ihn auch bei verschiedensten Veranstaltungen zur Vorstellung unserer Einrichtung nutzen.

Alles in allem hat sich der Einsatz von fünf Kolleg*innen in der Planungsgruppe und zwölf als Statist*innen mit insgesamt 40 Personenstunden für unseren Trailer gelohnt! Durch die hervorragende Begleitung der Technologiestiftung und der professionellen Arbeit der Filmproduktionsfirma haben wir in kurzer Zeit ein tolles Ergebnis erzielt und freuen uns, dieses weitgefächert einsetzen zu können!

Beitrag von Jacqueline Banford und Carola Papendorf – Philipp-Schaeffer-Bibliothek

 

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Digital Mindset – Veranstaltungszusammenfassung

11. Juni 2019

Onlinearbeit, Robotisierung, Algorithmisierung: In vielen Branchen – und insbesondere in der freien Wirtschaft – ist der digitale Wandel längst in vollem Gange. Wie die Informationsveranstaltung zum Thema „Digital Mindset“ der Technologiestiftung Berlin im Neuköllner aquarium zeigte, hinkt der Kulturbetrieb dieser Entwicklung jedoch noch teilweise weit hinterher. Während anderswo schon moderne Kommunikations-Tools und Datenmanagementsysteme zum Einsatz kommen, arbeiten kulturelle Institutionen – von städtischen Theatern bis zu alternativen Veranstaltungshäusern – oftmals noch immer analog.

 

Wie die Vorträge von Sabrina Apitz (Kulturprojekte GmbH) und Danilo Vetter (Stadtbibliothek Pankow) verdeutlichten, liegt dies zum einen an einem akuten Mangel an finanziellen Mitteln und geeigneter Software. Zum anderen aber auch an einem fehlenden „Digital Mindset“ in Kollaborationen, Netzwerken und Institutionen. Dabei sind es nicht nur Angestellte und Freelancer, die sich nur langsam daran gewöhnen, das Digitale in der alltäglichen Arbeit in Kunst- und Kulturbereich mitzudenken, sondern – so sind sich die meisten Teilnehmer*innen der Veranstaltung einig – oft auch die Chefetagen, denen es an einem Bewusstsein für die Notwendigkeit neuer und agilerer Arbeitsprozesse mangelt.

Viel Bedarf gibt es innerhalb des Kulturbetriebs deshalb vor allem in Hinblick auf Fortbildungen zum Thema Digitalisierung, mehr Vernetzung untereinander und neue und finanzierbare Programme zur Datenverarbeitung. Wie kann ein kleines Theater ein einfaches digitales Abrechnungssystem aufbauen? Welche Software lässt sich am besten nutzen, um Theateraufführungen zu archivieren? Und wie lässt sich in allen diesen Fragen der Datenschutz mitdenken? Diese und andere Fragen beschäftigen die Berliner Kulturschaffenden quer durch die Bank – und pragmatische und kostengünstige Lösungen sind bisher nur schwer zu finden. Umso mehr Hoffnung setzen die Beteiligten u.a. in die Pläne der Senatsverwaltung für Kultur und Europa, deren Innovationsfonds ab 2020 die nötigen Mittel für die Digitalisierung des Kulturbereichs bereitstellen soll.

Vortrag von Sabrina Apitz (Kulturprojekte Berlin GmbH/EGfKA/Berliner Gazette)

Mit welchen digitalen Hilfsmitteln lassen sich Arbeitsprozesse in Zukunft verbessern? Wie beeinflusst die Technik unsere Kommunikation? Und was bedeutet die Digitalisierung für den Kunst- und Kulturbereich? Mit diesen und ähnlichen Fragen setzt sich Sabrina Apitz schon seit geraumer Zeit auseinander: früher als freiberufliche Projektmanagerin und Kuratorin, heute als Koordinatorin des Kulturförderpunkts der Kulturprojekte GmbH des Landes Berlin. In ihrem Vortrag geht es dementsprechend vor allem darum, wie sich „Offline“- und „Online-Arbeit“ besser verzahnen lassen und inwiefern ein „Digital Mindset“ der Mitarbeiter*innen eine Grundvoraussetzung dafür sein kann.

Das Digital Mindset versteht Apitz dabei als eine Kombination mehrerer Grundhaltungen, unter anderem einer Neugier für digitale Entwicklungen, einer gewissen Toleranz und Akzeptanz gegenüber ohnehin unvermeidbaren technologischen Innovationen und einer natürlichen Offenheit für prozessorientiertes Arbeiten. Es geht an dieser Stelle also weniger um konkrete Fähigkeiten als um eine Denkweise, die den Nährboden für die Digitalisierung am Arbeitsplatz bereitstellen kann. „Um digitale Impulse zu setzen, braucht es kein Skillset, sondern ein Mindset“, so Apitz.

Die Frage, warum Institutionen sich überhaupt mit einem „digitalen Kulturwandel“ beschäftigen sollten, beantwortet Apitz derweil mit einem Verweis auf die potenziellen Vorteile digitaler Hilfsmittel. Diese können mehr Autonomie und Mitbestimmung der Arbeitnehmer*innen schaffen, für mehr Transparenz innerhalb von Organisationen sorgen und diesen eine bessere Innen- und Außenkommunikation ermöglichen. Als Beispiel für letzteres nennt Apitz etwa die digitale Weiterverbreitung von Audio- und Film-Mitschnitten von Aufführungen, Ausstellungen oder anderen Performances, mit Plattformen wie SPECTYOU (www.spectyou.com), die Zugänglichkeit einzelner Kunstsparten bereits nachhaltig revolutioniert haben.

Klar ist für Apitz aber auch, dass ein digitaler Kulturwandel sowohl Arbeitnehmer*innen als auch Führungsetagen richtig vermittelt werden muss. Oft mangelt es an der richtigen Kommunikation, etwa dann, wenn nicht das gesamte Team von Anfang an in den Veränderungsprozess eingeschlossen wird, zu viele Digitalisierungsschritte auf einmal umgesetzt werden sollen oder Verantwortlichkeiten nicht klar geregelt sind. Laut Apitz ist „Kommunikation deshalb die Voraussetzung dafür, dass die Leute am Arbeitsplatz sich abgeholt fühlen“. Um digitale Anwendungen in der Kommunikation, im Management und der Verwaltung effektiv umzusetzen, ist es dementsprechend von zentraler Bedeutung frühzeitig ein Bewusstsein für die Dringlichkeit des Wandels zu schaffen, klare Verantwortlichkeiten einzuteilen, Hindernisse zu identifizieren und kurzfristige Erfolge sichtbar zu machen.

 

Videoproduktion: Technologiestiftung Berlin/Michael Scherer

 

Vortrag von Danilo Vetter  (Stadtbibliothek Pankow)

Als Leiter der öffentlichen Bibliotheken des Berliner Bezirks Pankow gestaltet Danilo Vetter die Digitalisierung des Bibliothekbetriebs maßgeblich mit. Nicht zuletzt deshalb beschäftigt er sich in seinem Vortrag primär damit, wie digitaler Wandel im Kulturbereich – und insbesondere im Bibliothekswesen – praktisch umgesetzt werden kann. Zu Beginn stellt Vetter fest, dass der digitale Wandel im Allgemeinen immer schneller voranschreitet: „2007 tauchten hierzulande die ersten Smartphones auf. Heute, zwölf Jahre später, besitzen bereits 81 Prozent der über 14-Jährigen ein solches Gerät!“ Ähnlich rapide ist die Entwicklung in Hinblick auf die öffentlichen Bibliotheken gewesen. Durch die Entstehung großer Online-Plattformen wie YouTube, Spotify und Netflix haben sie ihr Alleinstellungsmerkmal verloren und sind längst nicht mehr die einzigen Institutionen, die Ausleih- und Archivierungsaufgaben übernehmen können. Zudem haben die Bibliotheken laut Vetter „spätestens mit der Gründung von Wikipedia auch ihr Wissensmonopol verloren“.

Wenn GoogleBooks Buchbestände digitalisiert, auf YouTube pro Stunde 400 Stunden Videomaterial hochgeladen werden und Amazon mittels Kindle den Buchverleih erobert, dann müssen sich die Bibliotheken fragen, welche Rolle für sie noch übrig bleibt. Wie können sie sich im digitalen Raum behaupten? In dieser Frage verweist Vetter zum einen auf die bereits geleistete Modernisierung im Bibliothekswesen: die Einführung von Online-Katalogen, Lieferservices, Selbstverbuchungs-Programmen, Online-Bezahlmodellen und digitalen Serviceangeboten wie dem Musikdienst „freegal“ dem Filmportal „filmfriend“ und der Kinderbuch-App „tigerbooks“. Zum anderen führt er die Kurt-Tucholsky-Bibliothek im Bötzowkiez als Paradebeispiel für einen gelungenen Transformationsprozess an.

Bei diesem Projekt war laut Vetter, der bei der Modernisierung der Bibliothek federführend gewesen ist, vor allem die Erkenntnis hilfreich, dass „die Gemeinschaft der Menschen, die das Umfeld der Bibliotheken nutzen, im digitalen Zeitalter wichtiger ist als der eigentliche Bibliotheksbestand“. Neben diesem Credo haben sich im Zuge der Modernisierung vier weitere wichtige Leitprinzipen bewährt: (1) Die öffentlichen Bibliotheken müssen als Ort und nicht nur als Entleihstation interessant sein, (2) es muss um Partizipation statt Fachexpertise gehen, (3) man sollte die Gäste als Pro- und nicht als Konsument*innen verstehen und (4) zunehmend Lizenzen statt haptischer Medien vergeben. Bei der digitalen Transformation der Kurt-Tucholsky-Bibliothek haben sich laut Vetter zudem auch Leitlinien wie Trial-and-Error statt Perfektion, Kommunikation statt Ausschluss und agile Arbeitsprozesse statt hierarchische Organisation bewährt. Die Grundsatzfrage „Wo fühlen sich die Menschen wohl?“ stand zudem immer im Zentrum der Arbeit. Die Benutzer*innenbedürfnisse waren die Grundlage für die angestrebten Veränderungen – und ehrenamtliche Mitarbeiter*innen und Anwohner*innen wurden mit ins Boot geholt. Angebote wie eine Gaming-Ecke mit Playstation, ein Coding-Workshop, ein Kinobereich, ein Gemeinschaftsareal und eine „Bibliothek der Dinge“ wurden allesamt im Dialog mit den Nutzer*innen entworfen. Nicht zuletzt deshalb haben sich die Besucher*innenzahlen der Kurt-Tucholsky-Bibliothek bis heute fast verdoppelt, so Vetter.

Videoproduktion: Technologiestiftung Berlin/Michael Scherer

 

Diskussionsrunden

In den direkt an die Vorträge anschließenden Diskussionsrunden bekommen die Zuhörer*innen eine Gelegenheit, ihre Nachfragen zu stellen und eigene Erfahrungen zum Thema Digitalisierung im Kulturbereich und „Digital Mindset“ einzubringen. Beide Gruppen sind dabei äußerst divers: Dramaturg*innen, Designer*innen, Senatsmitarbeiter*innen, Eventmanager*innen, Pädagog*innen und viele andere Kulturschaffende sind vertreten.

Bei Sabrina Apitz geht es vor allem um die Frage, wie digitale Hilfsmittel die Kommunikation und Organisation innerhalb von Unternehmen und Vereinen verbessern können. Mehrere Teilnehmer*innen berichten von veralteten Strukturen und einem zerstückelten Projektmanagement, das auf verschiedenen Tools wie Dropbox, GoogleDrive und Skype beruht, aber nicht gut integriert ist. Einige interessieren sich auch für konkrete Programme zur Datenverarbeitung und Abrechnung – etwa für den Gastronomiebereich oder die Personalverwaltung am Theater. Zudem sind sich alle einig, dass die Digitalisierung im Kulturbetrieb oftmals gerade an den Chefetagen scheitert, die jegliches „Digital Mindset“ vermissen lassen und oftmals noch sehr „analog“ denken, oder dem Bereich „Online“ zu wenig Wichtigkeit und/oder Ressourcen beimessen.

Sabrina Apitz hält es in all diesen Fragen für notwendig, die richtigen Prozesse für den digitalen Wandel zu finden. „Die Chefs kann man ja nicht links liegen lassen und deshalb geht es vor allem darum, Mitstreiter*innen zu finden und hartnäckig zu bleiben“, sagt sie. Schade ist derweil, dass viele der bekannten Projektmanagement-Tools wie yesplan, KOKOS.event und theasoft, die sich für den Kulturbetrieb eignen, weiterhin teils ausgesprochen teuer sind und immer noch viel zu selten die spezifischen Bedürfnisse einzelner Sparten abdecken. Bevor es hier keine breitangelegte Initiative gibt, können laut Apitz wohl weiterhin nur Kombinationen von digitalen Anwendungen Abhilfe schaffen.

 

In der Runde von Danilo Vetter geht es derweil vor allem um den Unterschied zwischen digitalen Transformationsprozessen innerhalb von freien Kollaborationen und in der Verwaltung. „Im öffentlichen Dienst gibt es natürlich viel mehr Barrieren, aber auch hier ist Veränderung möglich“, sagt Vetter dazu. Er glaubt, dass partizipative Methoden und Kooperationen mit Expert*innen sowohl im öffentlichen Dienst als auch im Privatsektor wegweisend sein können, es aber auch wichtig ist, die „Stakeholder“ mit in den digitalen Wandel einzubeziehen. Im Bibliotheksbereich ist es gerade die Kritik von ehemaligen Nutzer*innen und Nichtnutzer*innen, aus der viele gute Ideen hervorgegangen sind.

Vetter hält zudem fest, dass Veränderungen am Arbeitsplatz und digitale Innovationen immer auf Opposition treffen werden, egal ob im Privatsektor oder im öffentlichen Dienst: „Es gibt immer rund 15 Prozent der Mitarbeiter*innen, die Veränderungen skeptisch sehen. Mir geht es aber vielmehr darum, die Mitte zu verschieben, anstatt meine Zeit mit den Nörgler*innen zu verschwenden.“ Auf die Nachfrage, ob man sich also über die Gegenwehr einiger Kolleg*innen hinwegsetzen müsse, antwortet Vetter: „Schock und Widerstand sind ganz normal, aber man kann die Mitarbeiter*innen auch ganz langsam an neue Prozesse gewöhnen.“ Will man etwa ein Management-Tool wie den Online-Dienst „Trello“ am Arbeitsplatz einführen oder einen Kommunikationskanal wie Instagram nutzen, dann kann es sich lohnen, zuerst „Verbündete“ dafür zu gewinnen und den Rest der Mitarbeiter*innen ganz langsam mit ins Boot zu holen. Zu bedenken ist außerdem, dass selbst die meisten „Verweiger*innen“ im Privaten schon digital unterwegs – sei es mit Smartphone, Netflix oder anderen Diensten. „Der Arbeitsplatz sollte also keine Ausnahme bleiben, wenn es darum geht, sich mit neuen Technologien vertraut zu machen“, so Vetter.

Eine Veranstaltung der Technologiestiftung Berlin im Rahmen des kulturBdigital Labs in Kooperation mit dem Performing Arts Programm des LAFT Berlin.

Gefördert durch die Senatsverwaltung für Kultur und Europa. Mit freundlicher Unterstützung des Performing Arts Festival Berlin.

 

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Gesucht: Designer*- und Entwickler*innen

4. Juni 2019

Wie kommen Kulturschaffende und Digitalisierungs-Expert*innen zusammen? Unser Projekt kulturBdigital bringt Kulturschaffende mit interessierten Techies, Developer*innen, Datenvisualisierer*innen, Interfacedesigner*innen, Produktdesigner*innen, UX/UI-Designer*innen & Co – kurz: Designer*- und Entwickler*innen zusammen. Gemeinsam sollen die interdisziplinären Teams jeweils eines von fünf digitale Herzensprojekten verwirklichen, die Kulturschaffenden bei der täglichen Arbeit unterstützen können.

Für die Umsetzung der Projekte stehen jeweils bis zu 10.000 Euro zur Verfügung. Die Projektlaufzeit endet im Dezember 2019.

 

Kurzvorstellung Projekte (Bewerbungsverfahren s.u.)

Interaktion auch nach der (virtuellen) Inszenierung

Das ATZE ist Deutschlands größtes Musiktheater für Kinder im Kindergarten- und Grundschulalter. Lehrer*innen und Erzieher*innen stellen die größte Gruppe an Ansprechpartner*innen in den täglichen Kommunikationsabläufen dar.    Am Beispiel des Fantasy-Singspiels „Albirea. Nur ein Kind kann die Welt retten“, das im Oktober 2019 uraufgeführt werden wird, ist es der Wunsch von ATZE, ein innovatives Open Source Tool zu entwickeln, mit dem eine digitale Abbildung des künstlerischen Programms möglich ist und durch das den Figuren der Stücke begegnet werden, mit ihnen in Interaktion getreten und virtuell in ihre Welt eingetaucht werden kann. „Albirea“ wird maßgeblich mit einem virtuellen Bühnenbild und Video-Mapping gestaltet. Dieses Konzept, in dem Darsteller*innen nicht nur auf der Bühne, sondern auch Teil einer virtuellen Welt sind, soll in die Entwicklung des Tools bzw. eines ersten Prototypens aufgenommen und weiterentwickelt werden.

Aufgabe ist es, ein Tool zu entwickeln, das den interaktiven/spielerischen Part mit dem theaterpädagogischen Angebot des ATZE Musiktheaters vereinbart, und dieses als Kommunikationstool mit Pädagog*innen zu nutzen.

Hast Du eine Idee und findest es spannend, für Kids, Jugendliche und Pädagog*innen digitale Anwendungen mit zu entwickeln? Wir suchen Leute mit Expertise in digitalem Storytelling, Games, Medienpädagogik…

Analoge Reservierungen digitalisieren

Das Figurentheater Grashüpfer veranstaltet im Jahr bis zu 400 Veranstaltungen für Kinder und Familien, die von bis zu ca. 16.000 Zuschauer*innen besucht werden. Es soll eine Open Source-Anwendung entwickelt bzw. adaptiert werden, mit der die bislang analog per Telefon und über ein Webformular erfolgenden Ticketreservierungen mit den internen Arbeitsprozessen verknüpft und digitalisiert werden können. Ein wichtiger Aspekt ist die Dokumentation der Vorgehensweise bei der beispielhaften Implementierung der Open Source-Anwendung.

Für Dich sind Metadaten, Backend Development, Ticket-Systeme und Open Source-Lösungen keine Fremdworte? Du bringst Erfahrungen als Designer*in und/oder Entwickler*in mit? Dann melde Dich bitte bei uns.

„Hol‘ Dir die Kunst ins Haus“- Kunstverleih digital

Der Kunstverleih Lichtenberg (Bezirksamt Lichtenberg – FB Kunst) verfügt über ca. 450 Originale, die gegen eine geringe Leihgebühr ausgeliehen werden können. Diese Kunstwerke sollen digital in einer Datenbank erfasst und über die Webseite der Galerie 100 verlinkt werden.

Wir suchen eine*n Entwickler*in , die/der die Inventarliste in eine strukturierte Datenbank überführt und in einer userfreundlichen Webseite visualisiert.

Publikumsgespräche für alle – digitale Anwendungen für den Dialog

Nach den Theatervorstellungen am Berliner Ensemble werden regelmäßig Publikumsgespräche durchgeführt und dabei entstehen interessante und persönliche Dialoge und Diskussionen. Schauspieler*innen und Regisseur*innen treten mit dem Publikum in Austausch über die Inszenierung. Um eine erweiterte Zielgruppe zu erreichen, sollen digitale Schnittstellen bzw. Anwendungen und Ideen entwickelt werden. Eine Aufgabe wäre es beispielsweise, zusätzlich Fragen der Zuschauer*innen digital zu übersetzen und allen im Saal, auf der Website oder in Foren zum Austausch zugänglich zu machen. Für die Abstimmung der Fragen müsste ein geschützter Raum entwickelt werden.

Du hast Interesse, mit Kulturschaffenden gemeinsam eine digitale Open Source-Anwendung für die Zugänglichkeit und Teilhabe über die Theateraufführungen hinaus wie z.B.: Chatbots, Messenger Kanäle, Social Media Bots und Co. zu entwickeln und zu realisieren? Dann sind Deine Skills und Expertise als Entwickler*in oder Designer*in gefragt.

Kulturhaus Spandau: Alte Musik sucht neue Gäste

Das Kulturhaus Spandau bietet ca. 400 Veranstaltungen jährlich im Kulturhaus, in der Zitadelle, auf der Freilichtbühne und im öffentlichen Raum und leistet einen signifikanten Beitrag für das Spandauer Kulturangebot. 2020 ist neben einem Jazzfestival im Spätherbst auch ein Festival unter dem Slogan „Spandau macht Alte Musik“ im Gotischen Saal mit international renommierten Künstler*innen geplant. Um neue Zielgruppen zu akquirieren, soll eine digitale Plattform zur direkten Ansprache und als neuer Kommunikations- und Marketingkanal entwickelt werden. Ferner sollen damit weitgehend automatisiert die Bestückung diverser Presse-/Marketingportale bedient werden, um Arbeitsprozesse zu vereinfachen.

Wir suchen Entwickler*innen und/oder Designer*innen mit Ideen für die Erreichung neuer Zielgruppen durch digitale Tools und mit Expertise für die entsprechende Umsetzung der Anwendungen. Interesse an der Entwicklung und Realisierung digitaler Open Source-Anwendungen mit dem Schwerpunkt Vereinfachung interner Arbeitsprozessen und Gewinnung neuer Zielgruppen?

 

Wissen bündeln

Darüber hinaus suchen wir für alle Projekte Interessierte, die die jeweiligen Prozesse dokumentieren und beispielhaft für weitere Kulturschaffende aufbereiten.

Weitere Informationen zu „Culture meets Coder“ –> hier

Bei Interesse bitten wir um Meldung unter Angabe des jeweiligen Projekts bis Ende Juni 2019 via Mail an kultur(at)technologiestiftung-berlin.de.

 

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Lizenzen und Urheberrecht

27. Mai 2019

Was muss bei der Nutzung von (Bewegt-) Bildern bei der Online-Veröffentlichung und Social Media Kommunikation beachtet werden, um nicht gegen das Urheberrecht zu verstoßen? Dies wurde anschaulich im Rahmen des kulturBdigital Labs von RA Christlieb Klages, KVLEGAL, Fachanwalt für gewerblichen Rechtsschutz, aufgezeigt.

„Es hat einen Paradigmenwechsel in der Gesellschaft gegeben“, betont Rechtsanwalt Christlieb Klages einleitend zu seinem Vortrag. Die gesellschaftlichen Rahmenbedingungen hätten sich geändert, wie die Diskussion um Uploadfilter und Datenschutz gezeigt habe. Infolgedessen beeinträchtige der Schutz der Urheber*innen die Kommunikation, so Klages. Beispielsweise kann es allein beim Hochladen von Bildern ins Netz zu unterschiedlichen Gesetzesverstößen kommen nicht nur gegen die DSGVO.

 

Was ist urheberrechtlich geschützt?

„Es gibt kein Register für urheberrechtlich geschützte Werke“, betont RA Klages. Paragraph 2 des Urheberrechtsgesetzes (UrhG) definiert die zu schützenden Werke wie Texte, Computerprogramme, Tanz- oder Lichtbildwerke, wenn sie „persönliche geistige Schöpfungen“ sind.  Die öffentliche Nutzung urheberrechtlich geschützter Werke unterliegt der Genehmigung und Lizenzierung, es sei denn, dass die Nutzung im Rahmen der Schrankenregelung des UrhG erfolgt (Panoramafreiheit, Zitatrecht, Beiwerk). Dazu gehören das Vervielfältigen, Verbreiten, Ausstellen, Aufführen oder Einstellen ins Internet oder in die Sozialen Medien. Davon ausgenommen sind Betriebsfeste oder Seminare. „Denn öffentlich ist“, sagt Klages, „wenn Menschen zusammenkommen, die nicht miteinander verbunden sind“.

Auf die Frage, ob ein Foto (laut Gesetz ein Lichbildwerk) genutzt werden dürfe, das von einer/m Künstler*in oder einer Agentur zur Verfügung gestellt wurde, war die Antwort eindeutig: Das Foto könne ausschließlich mit der Genehmigung der/des Fotograf*in (Lichtbildner*in) als Urheber*in genutzt werden (Es sei denn im Rahmen der Schrankenregelung).. Gutgläubigkeit oder Unkenntnis schützten nicht vor einer Abmahnung im Fall der unberechtigten Verwendung, so Klages.

 

Gemeinfreiheit

Die Nutzung von Werken ohne Genehmigung oder Lizenzen und unentgeltlich ist in der Regel „70 Jahre nach dem Tod des Urhebers“ möglich, sie sind dann gemeinfrei. Abweichende Fristen sind gesetzlich geregelt. In allen anderen Fällen müssen Lizenzen erworben werden, die sicherstellen, dass die/der Urheber*in oder Eigentümer*in angemessen beteiligt wird. Dabei macht es beispielsweise keinen Unterschied, ob das Foto von der 7-jährigen Clara stammt oder vom Künstler Jim Rakete. Auch Museen und Galerien können Lizenzgebühren für Fotos eigentlich gemeinfreier Bilder oder Werke erheben, wenn sie die Exklusivrechte besitzen und von ihrem Hausrecht Gebrauch machen.

Laut Gesetz ist jedoch die Panoramafreiheit zulässig. Damit dürfen „Werke, die sich bleibend an öffentlichen Wegen, Straßen oder Plätzen befinden, mit Mitteln der Malerei oder Graphik, durch Lichtbild oder durch Film“ vervielfältigt, verbreitet und öffentlich wiedergegeben werden. (UrhG § 59)

Prinzipiell gelten diese Regelungen weltweit, vereinbart durch das Welturheberrechtsabkommen (Universal Copyright Convention), das in Genf am 6. September 1952 beschlossen wurde. Aufgrund verschiedener Novellierungen nationaler Gesetze empfiehlt RA Klages jedoch, im internationalen Kontext Rechtsgutachten einzuholen.

 

Unberechtigte Nutzung von Werken

„Krieg ich das Werk für lau oder muss ich Lizenzen zahlen?“, formulierte Christlieb Klages die entscheidende Frage für die potentiellen Nutzer*innen des Werkes für eine Ausstellung, einen Twittertweet oder einen Einladungsflyer. Individuelle Gründe, warum das Urheberrecht verletzt wurde, zählten nicht vor Gericht, so Klages. Der/die Nutzer*in ist immer in der Beweispflicht – auch bei Verwendung von Fotos unter Creative Commons.

Eine unberechtigte Nutzung zieht eine Abmahnung durch den/die Rechteinhaber*in nach sich. Die/der hat dann Anspruch auf Unterlassung, Auskunft und Schadensersatz. Zudem kommt es zur Aufforderung, eine so genannte strafbewehrte Unterlassungserklärung abzugeben. Wenn keine Erklärung abgegeben wird, droht bei widerrechtlicher Nutzung eine Einstweilige Verfügung. All das kann sehr teuer werden, zumal es zunehmend Kanzleien gibt, die sich auf Urheberrechtsverstöße und Abmahnungen spezialisiert haben. Ausnahmen stellen Zitate dar, die in einem Werk zum Beleg einer These verwandt werden und die seit vergangenem Jahr gesetzlich geregelte Nutzung für Unterricht, Wissenschaft und Institutionen (§ 60 UrhG). Bei so genanntem Beiwerk, „das Werk darf gerade nicht besonderer Bestandteil des Bildes sein“ (§ 57 UrhG), sei die Rechtsunsicherheit jedoch groß, betont Klages.

 

Formen der Zustimmung

Wie aber muss eine wirksame Zustimmung, eine wirksame Lizenzerteilung aussehen? Es gäbe dafür keine verbindliche Form, so Klages, aber er betont, dass im Falle eines Prozesses die/der Beklagte beweisen muss, dass sie/er die Lizenz von der/dem Urheber*in erhalten hat – und das auch noch nach 50 oder 70 Jahren. Deshalb sei eine schriftliche Zustimmung sinnvoll, die zu den (nicht digitalen) Akten des Vorgangs gelegt wird. Die Zustimmung sollte möglichst umfassend und genau sein und enthalten, wie lange, wo, wie und zu welchem Zweck die/der Urheber*in die zeitliche, räumliche und gegenständliche Nutzung erlaubt.

 

Kunst- und Urheberrecht

„Bildnisse dürfen nur mit Einwilligung der/des Abgebildeten verbreitet oder öffentlich zur Schau gestellt werden“, heißt es im Gesetzestext. In den letzten Jahren kam es ganz offensichtlich zu einer Paradigmenverschiebung hin zu einem stärkeren Bewusstsein des Persönlichkeitsrechtes und der informationellen Selbstbestimmung. Das habe die Arbeit beispielsweise von Fotograf*innen deutlich erschwert, konstatiert RA Klages. „Der Abgebildete ist potentieller Gegner des Fotografen, da dieser die Einwilligung beweisen muss.“ Auch hier komme es auf eine klare, nachvollziehbare und beweiskräftige Vereinbarung an. Ausnahmen sind hier wiederum eher unscharf formuliert „Bildnisse aus dem Bereiche der Zeitgeschichte; Bilder, auf denen die Personen nur als Beiwerk neben einer Landschaft oder sonstigen Örtlichkeit erscheinen.“ (§23, KUG).

Mit Einführung der Europäischen Datenschutz-Grundverordnung (DSGVO) ist die Unsicherheit bei Fotograf*innen und Nutzer*innen gewachsen. Es fehle, so Klages, eine Klarstellung des deutschen Gesetzgebers.

 

Personenbezogene Daten DSGVO

Expert*innen empfehlen, führt RA Christlieb Klages aus, Fotos und Videos nicht mehr auf der Basis von eingeholten Einwilligungen anzufertigen und zu veröffentlichen. Es wäre aufgrund des gestiegenen Interesses am „Recht am Bild“ stattdessen sicherer, sich auf „berechtigte Interessen“ (Art. 6 Abs.1, DSGVO) zu stützen. „In ausführlichen „Foto/Filmhinweisen“ sollte bei Veranstaltungen den Gästen erklärt werden, zu welchen Zwecken fotografiert/gefilmt wird. Diese „Hinweise“ sollten schon bei der Anmeldung zu einer Veranstaltung abrufbar sein bzw. übergeben werden“.

 Thomas Prinzler

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Culture meets Coder

8. Mai 2019

Wie kommen Kulturschaffende und Digitalisierungs-Expert*innen zusammen?

Fünf ausgewählte Kulturschaffende stellen ihre digitalen Herzensprojekte zur Lösung von Herausforderungen in der täglichen Anwendung vor. Für eine erste Ideenentwicklung und anschließende Umsetzung suchen wir interessierte Techies, Coder, Entwickler*innen, Developer*innen, Datenvisualisierer*innen, Interfacedesigner*innen, Produktdesigner*innen, UX/UI-Designer*innen & Co – kurz: Designer*- und Entwickler*innen.

  • Wie können Kultureinrichtungen mit digitalen Anwendungen neue Zielgruppen erreichen und gewinnen?
  • Wie können Kulturschaffende mit digitalen Anwendungen ihre Arbeitsprozesse effizienter gestalten?
  • Wie kann ein bezirklicher Kunstverleih digitalisiert und bekannter werden?
  • Wie kann ein Jugendtheaterstück für die digitale und künstlerische Bildung im Unterricht weiterentwickelt werden?
  • Wie kann die Einbindung des Publikums nach Theateraufführungen innovativ und zugänglicher erfolgen?
  • Welche Ideen für Open Source Lösungen gibt es, die Kulturschaffende für ihre tägliche Arbeit einsetzen können?

Fragen über Fragen und großes Interesse, von Seiten der Kulturschaffenden, Kontakt zu Designer*- und Entwickler*innen mit guten Ideen und Lust an der Umsetzung von digitalen Herausforderungen zu bekommen.

Wir möchten beispielhaft und spartenübergreifend zeigen, wie auch andere Kulturakteure digitale Werkzeuge in der täglichen Arbeit einsetzen können.

Interesse?

Wir freuen uns über interessierte Coder zur Ideenentwicklung und anschließenden Umsetzung, für die das kulturBdigital Lab bis zu 10.000 Euro zur Verfügung stellt.

Seid ihr an der Umsetzung eines der folgenden Projekte interessiert, könnt ihr Euch gerne unter kultur@technologiestiftung-berlin.de an uns wenden.

Bitte beachtet: Eure Vorschläge sollten zwar so konkret sein, dass erkennbar ist, wie eine Zusammenarbeit und ein Ergebnis aussehen kann. Ein Anspruch auf Umsetzung ist damit aber ebenso wenig verbunden, wie ein Vergütungsanspruch oder eine Geheimhaltungspflicht. Solltet ihr der Auffassung sein, dass Eure Idee schutzwürdiges geistiges Eigentum enthält, das ihr nicht in diesem Rahmen teilen wollt, könnt ihr an diesem Verfahren nicht teilnehmen.

 

Projektideen:

Figurentheater Grashüpfer
Name des Projekts: Analoge Reservierungen digitalisieren
Problemstellung: Datenpool für Bestellungen, Platzreservierung, digitale Abrechnung, Optimierung des Buchhaltungssystems.
Ansprechpartnerin: Caroline Gutheil

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet ihr hier (bitte anklicken).

Berliner Ensemble
Name des Projekts: Publikumsgespräche für alle
Problemstellung: Publikumsgespräche zu Theatervorstellungen mit Fragen vom Publikum an Schauspieler*innen und Darsteller*innen sollen demokratisiert werden und zugänglicher werden.
Ansprechpartnerin: Dr. Geraldine Blomberg

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet ihr hier (bitte anklicken).

Atze Musiktheater gGmbH
Name des Projekts: Digital Heroes
Problemstellung: Kommunikationstool, Vernetzungstool, Vermittlung künstlerischer Inhalte, interaktive Spielwiese.
Ansprechpartner: Klaus Fermor

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet ihr hier (bitte anklicken).

Bezirksamt Lichtenberg, FB Kunst und Kultur / Galerie 100
Name des Projekts: „Hol‘ Dir die Kunst ins Haus“ – Digitalisierungsprojekt Kunstverleih Lichtenberg
Problemstellung: Vereinfachung und Zugänglichkeit für die Nutzung des Kunstverleihs.
Ansprechpartnerin: Almut Koch

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet ihr hier (bitte anklicken).

Kulturhaus Spandau
Name des Projekts: Innovative Wege führen nach Spandau: Alte Musik sucht neue Gäste
Problemstellung: Erschließung neuer Zielgruppen durch Erweiterung der Kommunikationskanäle.
Ansprechpartnerin: Britta Richter

Eine ausführliche Projektbeschreibung findet ihr hier (bitte anklicken).

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Das Smartphone wird zur Filmkamera?

26. April 2019

Mit diesen einfachen Tricks werden eure Handyaufnahmen filmreif!

Für die Kommunikation von Unternehmen und Organisationen sollte das Medium Bewegtbild eine essentielle Rolle spielen. Nutzer*innen konsumieren Inhalte gerne in passiver Form. Hier eigenen sich Videos besonders gut, z.B. um Veranstaltungen vorzustellen und zu erklären, Fragen zu beantworten oder zusätzliche Informationen bereitzustellen.

Doch die Produktion von Videos ist teuer und die sozialen Netzwerke sind schnelllebig. Wie kann also das Kosten-Effekt-Dilemma gelöst werden?

Dazu muss man an erster Stelle verstehen, warum Film- und Videoproduktionen, durchgeführt von Produktionsfirmen, so kostspielig sind. Neben der kreativen Leistung und dem benötigten Personal, wie Kameraleuten, Tonassistent*innen und Redakteur*innen, spielt die technische Ausrüstung eine große Rolle bei der Kostenkalkulation.

Doch ist das immer notwendig? Ein kurzes Interview mit einem/einer Künstler*in für Instagram, ein kleiner Trailer für bevorstehende Veranstaltungen auf Facebook oder eine Veranstaltungszusammenfassung als Bewegtbild für den E-Mail-Verteiler kann man durchaus selbst produzieren.

Das Wichtigste dafür haben die meisten von uns täglich in Benutzung – das eigene Handy. Smartphone-Kameras sind in den vergangenen Jahren immer besser geworden. So gibt es inzwischen gleich mehrere Smartphones, die Videos sogar in 4K-Qualität aufnehmen können. Außerdem ist das Mobiltelefon immer gleich zur Hand, wenn sich überraschende Momente für ein Video vor der Linse präsentieren. Mit einem Smartphone und dem richtigen Zubehör gelingen filmreife Aufnahmen im Handumdrehen. Wer sich nach dem Dreh nicht über verwackelte und verpixelte Aufnahmen oder zu schlechtem Ton ärgern möchte, sollte folgende Tipps beachten.

Beim Filmen auf das eigene Handy zu setzen, hat auch organisatorische Vorteile! Die sozialen Netzwerke sind schnell! Wenn ihr also eure Zielgruppe auf Facebook, Instagram, Twitter und YouTube erreichen wollt, solltet ihr gewisse Momente mit dem Handy festhalten, bearbeiten und gleich hochladen. Das sind Abläufe, die ihr so mit klassischen Kameras und Produktionsabläufen nicht habt.

Tipp 1: Vorbereitung

Inhaltlich
Natürlich muss niemand zum Drehbuchautor werden, wenn er/sie gelegentlich mal ein paar Momente mit seiner/ihrer Smartphone-Kamera festhalten will. Doch sollte sich jede/r, der/die ein spannendes Event-, Interview- oder Ankündigungsvideo drehen will, vorher genau überlegen, welche Szenen eingefangen werden sollten. Möglicherweise lohnt es sich, schon im Vorfeld zur Kamera zu greifen und ein paar Szenen aufzunehmen, die dann später zum Film – in einer Art Rückblende – hinzugeschnitten werden. Außerdem könnt ihr euch bei den Vorbereitungen schon überlegen, ob ihr möglicherweise auch Zubehör wie beispielsweise ein Stativ oder eine Zusatzlinse für einen etwas anderen Blickwinkel beim Dreh benötigt. Darüber hinaus sollte man sich Gedanken zum Thema Bild-, Musik- und Veröffentlichungsrechte machen. Genauere Informationen dazu könnt ihr der Hilfestellung für die Realisation von Videoprojekten entnehmen, die ihr unter folgendem Link (bitte anklicken) findet.

Technisch
Wir alle kennen, dass der Speicherplatz auf dem Smartphone schnell knapp wird, wenn Freunde, Bekannte und Familie einem über WhatsApp an jedem Augenblick des Urlaubs teilhaben lassen möchten. Damit ihr euch während des Drehs nicht mit auftretender Speicherplatz-Knappheit herumschlagen müsst, solltet ihr vor dem Dreh darauf achten, dass genügend freier Speicher auf dem Gerät vorhanden ist. Der Einzug des Smartphones in den Alltag der Menschen hat auch dazu geführt, dass immer mehr Bewegbild-Content im Hochformat konsumiert wird. Solltet ihr zum Beispiel einen Beitrag für eine Instagram-Story erstellen, ergibt es durchaus Sinn, das Video auch im Hochformat zu drehen, um den/die Zuschauer*in mit seinen/ihren Gewohnheiten auf der jeweiligen Plattform abzuholen. In der Regel solltet ihr jedoch eure Videos stets im Querformat drehen, damit beim Anschauen auf einem großen Bildschirm links und rechts keine unschönen Balken zu sehen sind.

Tipp 2: Dynamik & Stabilität

Ein stark verwackeltes oder unruhiges Bild kann bei Zuschauer*innen schnell zu Kopfschmerzen führen. Vermeidet während des Drehens schnelle Kamerabewegungen und den Einsatz des Zooms. Wollt ihr euer Motiv größer ins Bild setzen, verringert den Abstand zum Motiv. Ihr könnt dazu (für eine sogenannte Kamerafahrt) einen Bürostuhl oder einen Selfiestick einsetzen. Um insgesamt ruhigere Szenen drehen zu können, ist der Einsatz eines Stativs oder Rigs absolut empfehlenswert. Wer aus der Hand drehen will, erhält ruhigere Aufnahmen, wenn er/sie einen (eingefahrenen) Selfiestick einsetzt oder auf einen handelsüblichen Gimbal (kardanische Aufhängung / Lagerung als Bildstabilisator) setzt.

Hilfe, ich habe das Stativ vergessen!
Es muss mal wieder schnell gehen. Ihr habt nur die eine Chance, das Interview oder Gespräch aufzuzeichnen. Ihr habt an alles gedacht, doch dann fällt euch auf: Ihr habt das Stativ vergessen! Bevor ihr nun versuchet, das Handy über einen längeren Zeitraum selbst zu halten, lauft ihr Gefahr, dass die Aufnahmen verwackeln. Bitte probiert auch nicht, das Handy irgendwo auszubalancieren oder anzulehnen. Tipp: Sucht nach einer Flasche und einem Haushaltsgummi. Befestigt nun das Handy mithilfe des Gummis am Flaschenhals und stellt das Ganze vor euch auf einen Tisch. Problem gelöst! Ihr könnt euch nun ganz entspannt dem Interview widmen!

Tipp: Nutzt die Selfiekamera. So könnt ihr stets überprüfen, ob Bildausschnitt und Winkel passen. Bewegte Aufnahmen sehen einfach besser aus!

Zeitraffer
Zeitraffer sind spannende Filmsequenzen, die einen sehr lang andauernden Prozess z. B. Bauarbeiten, Sonnenuntergänge oder Tagesveranstaltungen in Kürze zeigen. Der/Die Zuschauer*in bekommt mithilfe des Zeitraffers einen guten Gesamtüberblick. Noch spannender kann das Ganze mit einer haushaltsüblichen Eieruhr werden: Die Eieruhr auf eine Stunde aufziehen, das Handy auf dieser befestigen und die Aufnahme starten. Je nach Bauart dreht die Eieruhr das Handy nun innerhalb einer Stunde zwischen 180 und 360 Grad. Beschleunigt man das einstündige Video dann auf das 100-fache, hat man einen spannenden und bewegten Zeitraffer. Diese Aufnahmen werden eure Zuschauer*innen zum Staunen bringen! Tipp: Vergewissert euch, dass ihr vor Beginn der Aufnahme genug Speicherplatz auf dem Handy haben und die Konstruktion an einem wind- und wackelsicheren Ort steht. Nur so gelingt euch eine störungsfreie Aufnahme.

Tipp 3: Aufs Licht kommt es an

Beleuchtung ist das A und O. Aufgrund ihrer kleinen Bauweise sind Smartphone-Kameras nicht besonders lichtempfindlich. Das hat zur Folge, dass Fotos und Videos, welche bei schlechtem Licht entstehen, stark anfangen zu rauschen. Um das zu umgehen, solltet ihr möglichst viel Licht an den Ort des Geschehens lassen. Manchmal reicht es schon die Vorhänge aufzuziehen oder die Zimmerbeleuchtung anzuschalten. Wer das ein wenig professioneller betreiben möchte, achtet bei seiner Ausleuchtung auf die Regeln der 3-Punkt-Beleuchtung. Bei der 3-Punkt-Beleuchtung handelt es sich – wie der Name bereits vermuten lässt – um die Methode zur Beleuchtung einer Person mit exakt drei Lichtquellen. Die Methode beschreibt dabei die Parameter, die beim Aufstellen und Einrichten der Lichtquellen zu beachten sind, um die Person in ein gleichmäßiges Licht zu setzen, ohne dabei störende Schatten zu erzeugen. Wer etwas Geld in die Hand nehmen möchte, kann hierzu günstige LED-Videolichter nutzen. Diese gibt es in jedem Elektronikfachgeschäft oder online ab rund 40 € zu kaufen.

  • Das Führungslicht ist das hellste Licht im Set-up.
  • Das Fülllicht leuchtet die Schatten, die durch das Führungslicht entstehen, aus. Es ist nur ein Bruchteil so hell, wie das Führungslicht.
  • Das Spitzlicht steht hinter dem/der Interviewpartner*in und gibt ihm/ihr einen Schimmer auf Schulter und Hinterkopf. Durch die entstehende Kontur hebt er/sie sich besser vom Hintergrund ab.

Die Regeln der 3-Punkt-Ausleuchtung können aber auch mit Dingen des Alltags umgesetzt werden. Gebraucht werden: Fenster, durch welches Tageslicht einfällt, Klebeband, Kleiderständer, Steh- oder Bürolampe und Alufolie. In diesem Video wird Schritt für Schritt erklärt, wie man eine alternative 3-Punkt-Beleuchtung umsetzt: www.youtube.com/watch?v=UvYz_DCfJkk

Tipp 4: Der gute Ton

Genauso wichtig wie ein gutes Bild ist der Ton. Handymikrofone nehmen in der Regel nur Geräusche in angemessener Qualität auf, welche sich unmittelbar vor dem Mikrofon befinden (wie bspw. der Mund bei einem Telefonat). Wer Videos mit dem Handy drehen möchte, sollte daher auf externe Mikrofone setzten. Diese werden einfach über den Kopfhöreranschluss mit dem Handy verbunden. Online oder in Elektronikfachgeschäften kann man bereits ab 30 € günstige Modelle erwerben. Tipp: Als kostengünstige Alternative können auch günstige Kopfhörer mit Headsetfunktion oder Bluetooth-Headsets ihren Dienst tun. Diese können bei Bedarf einfach in der Hemdtasche oder der Innentasche einer Jacke versteckt werden.

Tipp 5: Die Apps der Profis

Erweiterte Kamera-App
Viele Smartphones sind bereits mit sehr guten Foto-Apps ausgestattet. Alternative Kamera-Apps bieten aber teils neue Funktionen und fortschrittliche Einstellungsoptionen. Wichtig ist: Wir wollen die volle Kontrolle über die Kamera haben, aber die meisten Funktionen unserer Smartphone-Kamera bleiben uns verborgen, da die Standard-Apps mit Automatiken arbeiten. Apps wie „FilMiC Pro“ und „Open Camera“ bieten den vollen Funktionsumfang in Bezug auf den Weißabgleich, die Blende, Belichtungszeit und ISO. Wer sich mit diesen Faktoren und Einstellungen auseinandersetzt, wird noch einmal eine deutliche Verbesserung seiner/ihrer Aufnahmen erzielen können.

Schnitt-App
Alle Szenen sind im Kasten. Was nun? Einfach so hochladen? Wer seinen Film nachträglich schneiden und die Aufnahmen mit Übergängen, Musikuntermalung und Texteinblendungen verschönern möchte, sollte auf Apps wie „InShot“ setzten. Sie bieten einem die Möglichkeit mehrere gedrehte Filmsequenzen mit Bildern und Musik zusammenzufügen und mit Untertiteln, Grafiken oder Bauchbinden zu versehenen. Ein Must-Have für jede/n Social-Media Redakteur*in.

Dieser Beitrag wurde im Auftrag der Technologiestiftung Berlin von Steven Siebert (Digital-Agentur MOVACT) verfasst.

Stand 04/2019 Anmerkungen und Rückfragen gerne an kultur@technologiestiftung-berlin.de

 

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Instagram Leitfaden

23. April 2019

Liebe Kulturschaffende,

ich bin Jolanta Paliszewska, seit vier Jahren bei Instagram als @vispalberlin aktiv und poste regelmäßig Bilder aus und über Berlin. Ich schieße Bilder aus allen Ecken der Stadt und sehe täglich interessante Fotos vor meinen Augen entstehen. Jedes Mal aufs Neue bin ich beeindruckt von Berlin.

In diesem kurzen Instagram Leitfaden zeige ich Euch anhand von ein paar Tipps, welche Vorteile es bringt, die Social Media Plattform aktiv zu nutzen und wie man dem eigenen Account mehr Reichweite und Interaktion verschaffen kann.


Derzeit zeigt sich, dass mehr und mehr Kulturschaffende auf Instagram aktiv sind, da hiermit eine meist recht junge Zielgruppe angesprochen werden kann.
Warum es sinnvoll ist, Instagram als Kommunikations-Kanal zu nutzen, lässt sich bereits anhand der Nutzer*innenzahl erkennen: in Deutschland sind monatlich mehr als 32 Millionen Nutzer*innen aktiv.

Quelle: Allfacebook.de der Rising Media Ltd. (Stand: November 2018)

Grundsätzlich geht es uns heute um die Optimierung Eures eigenen Profils. Instagram ist eine Community und bietet u.a. hiesigen Kulturschaffenden eine Plattform, um sich mit Tourist*innen aus aller Welt und Berliner Bürger*innen durch meist visuelle Beiträge zu vernetzen.

Habt Ihr beispielsweise als Kultureinrichtung eine Sonderausstellung oder Veranstaltung geplant, geht es darum, die Zielgruppe darüber zu informieren und ggf. sogar in Eure Einrichtung zu locken.

Instagram bietet hierbei die Möglichkeit sowohl Fotos, Bilder, Videos als auch einzelne Werke bspw. einer Ausstellung mit den dazugehörigen Informationen zu posten. All das lässt sich schnell verbreiten und erreicht tagtäglich 23 Millionen Nutzer*innen.

Die Nutzer*innen scrollen dabei schnell durch den Feed und sehen Fotos und Videos. Teilweise tun sie das nur einige Sekunden lang. Es geht also darum, die Reichweite und Sichtbarkeit Eurer Beiträge zu erhöhen. Nutzer*innen scrollen nicht nur, sie können auch nach einem bestimmten Hashtag suchen oder mit Hilfe der aktuellen Ortung sehen, was es in der Umgebung zu entdecken gibt.

Zuständigkeit

Die Qualität des Beitrags ist ein wichtiger Aspekt. Es empfiehlt sich die Zuständigkeit für den Instagram-Account nur an ein bis zwei Personen zu vergeben, die längerfristig hieran arbeiten können. Es ist hilfreich, wenn diese/r Mitarbeiter*in, bereits ein privates Instagram-Profil besitzt und sich mit der Plattform auskennt. Sollte das nicht der Fall sein, kann man die Funktionen von Instagram allerdings auch schnell erlernen, wie sich anhand dieses Leitfadens erschließen lässt. Generell ist Instagram sehr intuitiv aufgebaut.

Sind die Verantwortlichkeiten klar, solltet Ihr den regelmäßigen Zeitaufwand festlegen. Jede Kultureinrichtung hat begrenzte Ressourcen! Stellt Euch folgende Fragen:

  • Umfang: Wie viele Beiträge pro Woche sind realistisch?
  • Art: Nutze ich verfügbaren Content z.B. von Facebook und wandle den ab oder mache ich bewusst ganz was anderes als meine üblich Kommunikation?
  • Gestaltung: Wie aufwendig ist die Bearbeitung meiner Bilder und Videos, damit sie meinem Stil gerecht werden?

Daraus entwickelt sich eine „realistische Idee“ von Eurem Kanal, den Prozessen und Zielen dahinter. So könnt Ihr verhindern Euch zu übernehmen oder nach einem anfänglichen Motivationshoch in ein Loch zu fallen, weil Eure Erwartungen nicht definiert wurden.

Wichtig hierbei ist die Dokumentation. Selbst wenn Ihr alleine arbeitet, ist es sinnvoll, festzuhalten, welche realistische Idee Euer Kanal hat und welche Arbeitsschritte daraus folgen. Selbst wenn Ihr einfach nur festlegt, welche Filter Ihr verwendet, kann dies Eurem Kanal den nötigen „roten Faden“ geben. Je mehr Gehirnschmalz Ihr vor dem ersten Beitrag investiert, desto leichter ist für Euch die Implementierung in den Alltag. Seid aber nicht zu ängstlich, etwas auszuprobieren. Bereits angefangene rote Fäden können auch wieder verworfen werden.

Feed

Der „Feed“, die eigene Startseite bei Instagram, besteht aus sämtlichen Neuigkeiten von Personen/Institutionen, denen Ihr folgt. Dort werden untereinander sowohl Momentaufnahmen, Bilder oder Videos als auch dauerhafte Inhalte angezeigt. Der Feed ist bei jedem/r User*in individuell gestaltet – es gibt keinen Feed zwei Mal – da man verschiedenen Profilen folgt und diese Startseite somit auf die eigenen Interessen zugeschnitten ist. Um mit den eigenen Inhalten im Feed der Follower zu erscheinen, erstellt man mit seinem Account sogenannte „Posts“. Man kann nur ein Bild oder auch gebündelt mehrere Bilder und Videos, die wiederum ein Titelbild haben, in einem Post veröffentlichen. Grundlegend besteht Instagram aus dem Instagram Feed, wie er eben beschrieben wurde, und aus dem Instagram Stories Feed, zu dem wir noch kommen werden.

Für den dauerhaft sichtbaren Feed empfehle ich qualitativ hochwertige Bilder zu verwenden. Als Richtlinie empfehle ich pro Tag nur maximal ein oder zwei Bilder zu veröffentlichen, um die Nutzer*innen mit dieser Informationsflut  nicht zu überfordern bzw. sie im schlimmsten Fall zu langweilen oder gar zu nerven. Des Weiteren sollte sich der Feed inhaltlich nicht zu häufig wiederholen. Die Nutzer*innen möchten einen Mehrwert daraus haben, wenn sie Euch folgen und nicht immer dasselbe sehen, lesen oder hören.

Bilder bearbeiten

Wichtig für die Qualität Eures Instagram-Profils können gut bearbeitete Bilder sein. Es gibt unzählige Apps zum Bearbeiten von Fotos. Die meisten bieten Funktionen wie Zuschneiden, Schärfen, Sättigung, Lichtfarbe, vertikale/horizontale Perspektive u.v.m. an. Als Beispiel wähle ich für diesen Leitfaden die VSCO-App, da ich sie selbst häufig verwende und sie diverse Möglichkeiten zum Bearbeiten mit Filtern anbietet. Mit Hilfe der VSCO-Filter lassen sich mit wenigen Klicks die Bilder verschönern, z.B. durch etwas mehr Schärfe und das richtige Zuschneiden, um das Bild so realistisch wie möglich aussehen zu lassen. Die Bearbeitung ist abhängig von der jeweiligen Kultureinrichtung, da jede einen eigenen Stil hat und eine andere Zielgruppe anspricht. Aus der VSCO-App lassen sich die Aufnahmen direkt in einem Album auf dem Smartphone speichern oder man kann sie direkt auf Instagram, Facebook etc. teilen. Natürlich gibt es noch viele weitere Apps wie bspw. Snapseed, Canva, Enhance, Layout oder Afterlight oder die Möglichkeit, Bilder über Instagram selbst zu bearbeiten. Auch gibt es mittlerweile auf Videobearbeitung spezialisierte Apps, wie Splice, Cut Story oder Cinemagraph.

Ich möchte Euch kurz anhand des unten stehenden Beispiels zeigen, welchen Unterschied die Bildbearbeitung machen kann:

Durch Anpassung der Perspektive können die Kanten des Gebäudes mit Hilfe einer Linie begradigt oder korrigiert werden, so dass es ästhetischer aussieht.

Folgt hierbei in der Farb- und Filterwahl einem roten Faden. Entscheidet Euch für einen Stil oder eine bestimmte Struktur. Dabei sollte man sich, wie bereits erwähnt, vorab ein Konzept überlegen, bevor Videos oder Bilder im Feed oder den Stories gepostet werden. Allgemein kann man sich diese fünf Themen merken, um mehr Reichweite und Interaktion zu generieren.

Vorplanen

Für eine Kultureinrichtung mit festen Terminen (Vorstellungen, Eröffnungen etc.) kann ich empfehlen, ein entsprechendes Planungstool zu benutzen. Das ist praktisch aus vielerlei Hinsicht: Ihr seid im Urlaub oder es stehen Feiertage an? – vorplanen. Eure Follower sind morgens in der Bahn am Handy, Ihr aber im Stau auf der Avus? – vorplanen. Ihr macht eine Kampagne und wollt die Übersicht behalten? – vorplanen. Ihr habt eine Ausstellungseröffnung und keine Zeit am Handy zu hängen? – teilweise vorplanen; dann braucht Ihr nur passende Bilder und Videos zu erstellen.

Zum Beispiel ermöglicht die Webanwendung „Later“ mobiles Arbeiten und „holt“ zugleich Instagram, was anders als Facebook lediglich eine App für mobile Geräte ist, auf den PC oder Laptop. Wenn Ihr es gewohnt seid, an einem Büroarbeitsplatz zu arbeiten, kann das sehr angenehm sein, denn Ihr könnt Texte und Bilder wie gewohnt erstellen, ohne auf die kleinen mobilen Geräte angewiesen zu sein.

Stories

Die „Stories“ sind eine Funktion auf Instagram, mit der sich Inhalte verbreiten lassen, die meistens nur für 24 Stunden sichtbar sind und in der obersten Leiste aller Nutzer*innen erscheinen.

Bei der Erstellung der Stories ist Kreativität gefragt. An dieser Stelle können die Inhalte gerne auch lustig gestaltet werden. Die Stories können dazu genutzt werden, um über einen neuen Beitrag im eigenen Feed zu informieren.

Mit Hilfe der Stories werden Inhalte also kurz und knapp veröffentlicht, um auf sich aufmerksam zu machen. Auch hier können Hashtags, GIFs oder Bilder/Fotos und Videos platziert werden, um die Reichweite zu erhöhen. Es gibt auch die „Video Live“ Funktion. Mit dieser können Nutzer*innen sofort erreicht werden. Solche Live-Situationen eignen sich besonders, um den Nutzer*innen bspw. etwas Persönliches zu erzählen oder einen spannenden Einblick in aktuelle Geschehnisse zu verschaffen.

Wenn Ihr während eines Videos etwas sagt, ist es besonders wichtig, dass Ihr bitte auch einen kurzen Kommentar zum Video schreibt, damit taube bzw. schwerhörige Menschen verstehen können, was Ihr ihnen mitteilen möchtet.

Innerhalb der Instagram-Stories stehen weitere nützliche Features bereit. Neben den üblichen Hashtags, GIFs, Bildern/Fotos und Videos kann außerdem eine Umfrage platziert werden. Erscheint eine Umfrage, kann der/die Nutzer*in mit einem einfachen Klick die Frage beantworten. Die Ergebnisse der Abstimmung werden sowohl für die Nutzer*innen als auch für den/die Administrator*in des Instagram-Accounts sichtbar. Eine tolle Möglichkeit, um mit den Followern noch mehr zu interagieren.

In die Story sollten unbedingt auch Links eingebettet werden, um die Nutzer*innen zu einer Webseite zu leiten. Leider ist das wichtige Feature derzeit scheinbar erst ab einer gewissen Kanalgröße verfügbar, was ein klarer Wettbewerbsnachteil für kleinere Kanäle ist, weil ihnen die Möglichkeit fehlt, die eigene Website zu unterstützen. Des Weiteren ist allerdings die Verlinkung eines anderen Instagram-Profils, beispielsweise einer Person, z.B. eines Künstlers/einer Künstlerin, mit @Name möglich.

Damit die Inhalte nicht nach 24 Stunden verschwinden, kann man sie dauerhaft sichtbar machen. Dafür muss diese Story unter einer neuen Gruppe in den „Highlights“ in Eurem Profil gespeichert werden.

Die Titelbilder der jeweiligen Highlights lassen sich außerdem noch gestalten. Für das Layout können bspw. Corporate Identity, Bilder und Icons verwendet werden.

Hier ist ein Story-Beispiel von kulturBdigital:

Hashtags

Die richtige Verwendung der Hashtags spielt eine wichtige Rolle, um die Teilhabe zu erhöhen und Interaktionen auf dem eigenen Account zu generieren. Mit Hilfe von Hashtags lassen sich Fotos und Beiträge kategorisieren. Hierbei könnt Ihr selbst entscheiden, mit welchen Inhalten Ihr Eure Nutzer*innen gezielt ansprechen möchtet.

Die populärsten Hashtags für Berlin sind z.B.:

Neben der allgemeinen Popularität solltet Ihr auch die Relevanz für Eure Zielgruppe als Kriterium heranziehen. Um die Sichtbarkeit Eurer Foto- oder Video-Posts auf Instagram zu erhöhen, empfiehlt es sich, vorab zu recherchieren, welche Hashtags benutzt werden sollten, um die richtige Zielgruppe für die perfekte Reichweite zu finden. Dienste, wie Hashtagify.me, helfen Euch dabei Popularität und Relevanz einzuschätzen. Es kann sich für Euch lohnen, wenn Ihr Euch eine für Eure Kultureinrichtung, Veranstaltungen oder Kampagne kleine, immer verfügbare Liste an Hashtags anfertigt. Durch das Kopieren vermeidet Ihr zusätzlich Rechtschreibfehler im Hashtag. Ich empfehle eher wenige, ausgewählte, sich von Beitrag zu Beitrag abwechselnde Hashtags zu benutzen. Es ist aber für neue oder kleinere Kanäle ratsam, bis zur maximalen Grenze von 20 Hashtags pro Beitrag zu gehen, um die größtmögliche Reichweite und damit Wachstum zu erzielen. Größere Kanäle können es sich zugunsten der Ästhetik leisten, weniger Hashtags zu benutzen.

Eine weitere Möglichkeit ist es, eigene Hashtags für Eure Kultureinrichtungen bzw. -angebote zu erstellen und anschließend zu verbreiten. Die Berlinische Galerie hat beispielsweise einen eigenen Hashtag für ihre Einrichtung (#berlinischegalerie) und für die „Markierung Glaslager“, also das gelb-schwarze Buchstabenfeld vor dem Museum. Unter dem Hashtag #theselettersagain werden somit viele Bilder des Museumsvorplatzes bei Instagram durch Museumsmitarbeiter*innen und Besucher*innen gepostet und verbreiten sich online durch die Besucher*innen.

Beispiele

Der einheitliche Stil der Bilder der Technologiestiftung Berlin @technologiestiftung kann Euch als Beispiel dienen, wie man seinen Feed individuell gestaltet und so seine Wiedererkennung steigert.

Ein paar Beispiellinks zu Instagram Accounts von deutschen und internationalen Kultureinrichtungen möchte ich Euch auch noch mit auf den Weg geben:

Vielleicht konnte ich Euch durch meinen Leitfaden den ein oder anderen Tipp geben und Euch dazu inspirieren, ein wenig Zeit mit der Optimierung des eigenen Instagram Accounts zu verbringen bzw. überhaupt erst einen Instagram Account zu erstellen.

Ich hoffe, dass klar geworden ist, welch niederschwelliger Zugang zu Euren Inhalten durch Instagram möglich sein kann.

 

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Barrierefreiheit in der Berliner Kulturlandschaft

10. April 2019

(Digitale) Barrierefreiheit ist ein Thema, das Akteure im Berliner Kulturbetrieb beschäftigt. Das zeigte die große Resonanz auf den beiden Informationsveranstaltungen in den Räumen der Technologiestiftung Berlin. Handlungsbedarf gibt es zum einen von Seiten des Landes Berlin: Bis zum Jahr 2020 sollen nicht nur öffentliche Verkehrsmittel, sondern auch andere öffentliche Einrichtungen barrierefrei zugänglich sein. Auf der anderen Seite wollen die Kulturinstitutionen von sich aus diesen unerschlossenen Zielgruppen Angebote machen und bestehende Angebote wie z.B. Führungen in Gebärdensprache oder Übertitel bei Nutzer*innen mit Einschränkungen bekannter machen.

Besonders für den letzten Punkt ist eine digital barrierearme Webseite unverzichtbar. In drei Vorträgen von Jolanta Paliszewska (u.a. jubel³ mit Gebärdensprache e.V.), Dirk Sorge (u.a. Berlinklusion) und Cordula Kehr (Referentin für Kommunikation bei Diversity Arts Culture) wurden verschiedene Aspekte wie die BITV (Barrierefreie-Informationstechnikverordnung) und der „WCAG 2.0. Standard“ behandelt. Praktische Beispiele machten deutlich: Von barrierearmen Webseiten profitieren nicht nur Nutzer*innen mit Einschränkungen. Ein durchdachter Webseitenaufbau verbessert die Usability für alle Nutzer*innen und mit der Einbettung von detaillierten Informationen, die z.B. Lesegeräte verwenden, erweitert sich auch die Auffindbarkeit über Suchmaschinen.

Es lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht, sich mit dem Thema Digitale Barrierefreiheit zu befassen. Und auch wenn das große Ziel – komplette Barrierefreiheit finanziell und logistisch noch weit entfernt scheint – viele kleine Zwischenschritte sind durchaus machbar.

Am 06.03. und 08.04.2019 haben im Rahmen des kulturBdigital Labs Informationsveranstaltungen zum Thema Barrierefreiheit stattgefunden.

Referent*innen waren:

  • Jolanta Paliszewska studiert Interfacedesign an der FH Potsdam, sie ist 1. Vorsitzende des jubel³ mit Gebärdensprache e. V und Ansprechpartnerin für BIGS – Berliner/Brandenburger Initiative für gebärdensprachige StudentInnen.
  • Dirk Sorge ist u.a. Mitglied der Initiative Berlinklusion und im Allgemeinen Blinden- und Sehbehindertenverein (ABSV) und berät Museen, die planen, die Barrieren in ihren Ausstellungen abzubauen. Zur Zeit arbeitet er als freier Kulturvermittler für verschiedene Einrichtungen in Berlin.
  • Cordula Kehr ist Referentin für Kommunikation bei Diversity Arts Culture und betreute den Aufbau der barrierearmen Webseite diversity-arts-culture.berlin.

Dokumentationen der jeweiligen Beiträge findet ihr hier (bitte zum Öffnen anklicken).

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Leitfaden für die Realisation von Videoprojekten

8. April 2019

Timm Straßheim von KARACHO Film hat einen Leitfaden erstellt, der verschiedene allgemeine und strategische Aspekte für die Realisation von Videoprojekten beleuchtet, die mitunter folgende Punkte aufgreifen:

  • Geschichten. Emotionen. Nutzer*innenverhalten –> Vor- und Nachteile von Videos
  • Vorstellung von Videoarten und Zielen
  • Strategische Vorbereitung für die Videoagentur oder die Eigenproduktion
  • Aufwände einer Videoproduktion anhand von Praxisbeispielen
  • Videoseeding – Verbreitung von Webvideos anhand eigener Kanäle und ggf. bezahlter Videoanzeigen

Den kompletten Leitfaden könnt ihr Euch hier downloaden.
Viel Spaß und Erfolg bei der Umsetzung Eurer Projekte!

 

Am 03.04.2019 hat im Rahmen des kulturBdigital Labs eine Informationsveranstaltung zur Erstellung von Webvideos stattgefunden, bei dem der Leitfaden erstmals vorgestellt und diskutiert wurde.

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