Informatives

Mit dem Projekt „kulturBdigital“ möchten wir ein Forum und eine „Werkstatt“ bieten, Praxiswissen vermitteln, ausprobieren, Hemmschwellen abbauen und sparten- und einrichtungsübergreifend Kulturakteure befähigen, Digitales in der täglichen Arbeit mitzudenken.

Dr. Sebastian Meier: „Kultur in der vernetzten Stadt – Vernetzung durch offene Daten und Schnittstellen“

15. Januar 2019

Dr. Sebastian Meier ist Lead Data Scientist bei der Technologiestiftung Berlin. In seinem Vortrag geht es um die Frage, wie Daten – zum Beispiel auf Internetseiten von Kultureinrichtungen – so angeboten werden können, dass sie maschinenlesbar werden. Informationen zum Beispiel über Adresse und Öffnungszeiten können so von Suchmaschinen gefunden werden, oder über APIs (programmierbare Schnittstellen) von anderen Programmen ausgelesen werden.

Videoproduktion: Bollemedia TV- und Videoproduktion

Eine Vision, die von solchen Daten lebt, wäre zum Beispiel eine Daten-Plattform für alle Berliner Kulturinstitutionen. Ein solches Angebot könnten Drittanbieter nutzen, um Serviceangebote wie eine Berliner Kulturplattform zu entwickeln wo Nutzer*innen Angebote nach Zeit, Sparte und Ort filtern und im Idealfall ihren persönlichen Interessen anpassen können.

Die wichtigsten Daten, die dabei für Nutzer*innen von Interesse sind, sind neben Ort, Öffnungszeiten und aktuellen Ausstellungen, Informationen zu Eintrittspreisen und Ticketkauf, zu Inhalten und Zielgruppe, zu Barrierefreiheit und Kinderfreundlichkeit.

Diese Daten für Suchmaschinen strukturiert aufzubereiten und auffindbar zu machen, bedeutet im ersten Schritt einen Mehraufwand. Es ist aber auf lange Sicht eine Arbeitserleichterung, weil Informationen, die automatisch ausgelesen werden, nicht von Hand gepflegt werden müssen, wenn sie z.B. auf Tourismusplattformen wie visitBerlin übernommen werden.

Ein Best Practice Beispiel für offene Daten und Schnittstellen ist das Rijksmuseum in Amsterdam. Wenn man danach in Google sucht, so wie es über 90 Prozent der deutschen Nutzer*innen tun, bekommt man in GoogleMaps auf den ersten Blick alle wichtigen Informationen für den Besuch angezeigt.

Abb. 1: Ausschnitt von Galerien in Berlin (maps.google.com )

Das Rijksmuseum geht aber noch weit darüber hinaus: Alle Kunstwerke aus der Ausstellung und dem Depot stehen als hoch aufgelöste Bilddateien im Netz und können als Open Source Dateien von jedem heruntergeladen, eingebunden und weiterverwendet werden.

Die anfängliche Sorge, dass niemand mehr ins Museum kommt, wenn alle Exponate online einsehbar sind, hat sich als unbegründet erwiesen. Die Besucher*innenzahlen sind seit der Einführung des Angebotes nicht zurückgegangen.

Offene Daten bieten Museen auch neue Ansätze für Vermittlungsangebote. Der Louvre in Paris bietet Besucher*innen zum Beispiel an, sich aufgrund von Ausstellungsdaten seinen persönlichen Rundgang zusammenzustellen. Je nach Interesse kann sich der Besucher oder die Besucherin Meisterwerke ansehen, oder die Orte, an denen JAY-Z und Beyoncé ihr neues Musikvideo gedreht haben aufsuchen.

Das Google Arts & Culture Projekt oder die Projekte der Initiative Coding da Vinci nutzen die Daten von digitalisierten Kunstwerken für neue Visualisierungen. Exponate können zum Beispiel nach Motiven oder optischen Ähnlichkeiten sortiert werden und damit neue, spielerische Zugänge zu einer Sammlung ermöglichen.

Abb. 2: Archive öffnen – Besucher*innen einen Einblick geben (https://experiments.withgoogle.com – Mario Klingemann & Simon Doury )

Dabei entsteht neben dem Mehrwert für Besucher*innen auch eine Unterstützung für Kurator*innen, die die Sammlung besser durchsuchen können und besonders gelungene Visualisierungsangebote als interaktives Exponat in eine Ausstellung integrieren können.

Der Mehraufwand für strukturierte Dokumente, Metadatenpflege und offene Schnittstellen lohnt sich also in mehrfacher Hinsicht und kann auf lange Sicht eine Arbeitserleichterung und Bereicherung sein.

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Katrin Glinka: „Schnittstellen, Austausch, Prozesse – Offenheit als Fundament von Innovation“

14. Januar 2019

Katrin Glinka ist bei der Stiftung Preußischer Kulturbesitz zuständig für die wissenschaftliche Gesamtsteuerung des Projekts „museum4punkt0“ und beginnt ihren Vortrag mit der Klärung eines großen Begriffs. Was bedeutet eigentlich Innovation? Für das Zusammenspiel von kulturellen Institutionen und der Öffentlichkeit passt nach einem Blick in den Duden vor allem eine Erklärung gut: „Innovation ist eine Veränderung, die geplant und kontrolliert verläuft und durch die Anwendung neuer Ideen und Techniken zu einer Neuerung in einem sozialen System führt.“

Videoproduktion: Bollemedia TV- und Videoproduktion

Wenn es um Innovation und die digitale Entwicklung des Kulturbereiches geht, stehen zunächst die Institutionen im Mittelpunkt. Das können Museen sein, Theater- oder Tanzbühnen, Bibliotheken, Galerien und vieles mehr, sowohl in öffentlicher wie in privater Trägerschaft. Jede dieser Institutionen hat eine eigene Identität und eigene Bedürfnisse. Wichtig ist aber auch, die Interessen und Bedürfnisse des Publikums – oder auch Nicht-Publikums – zu kennen und in den Innovationsprozess einfließen zu lassen. Unabdingbar für Innovation ist außerdem eine allgemeine Technikkompetenz, die einen Überblick über neue Anwendungen ermöglicht.

Wo stehen wir heute in Sachen Digitaler Innovation. Ein kurzer Überblick:

– In den meisten Häusern gibt es IT-Abteilungen, die sich um die digitale Infrastruktur kümmern.

– Die Digitalisierung von Sammlungen und Archiven wurde als Aufgabe erkannt und angegangen. Im Zuge dessen entstehen Sammlungsdatenbanken und digitale Scans ermöglichen eine nicht-invasive Erforschung der Bestände.

– Kommunikations- und Marketingabteilungen verbreiten die Angebote über Webseiten und Social-Media-Kanäle.

– Ausstellungen werde häufig durch digitale Angebote erweitert, beispielsweise durch Multitouch Tables, Visualisierungen, Apps oder Spiele.

Angesichts dieser Fortschritte könnte man sich fragen: Wo braucht es denn überhaupt noch digitale Innovation? Was es aber braucht, ist ein digitaler Kulturwandel in den Institutionen, der all die schon bestehenden Ansätze aufnimmt, aber weit darüber hinausgeht, und der stärker als bisher die Bedürfnisse der Nutzer*innen in den Fokus nimmt.

Zentral für diesen Kulturwandel ist Offenheit auf mehreren Ebenen. Wenn Erfahrungen, Daten und Software offen unter allen Akteuren ausgetauscht werden, muss nicht jede Institution bei Null anfangen. Die Digitalisierung wird so zu einer gemeinsamen Aufgabe und nicht zur individuellen Überforderung.

Konkret bedeutet das: Konsequenter Open Source Ansatz bei Software und offene Schnittstellen zu Daten. Offenheit in den Arbeitsstrukturen durch ergebnisoffene Prozesse und interdisziplinäre Teams. Die größte und zugleich wichtigste Umstellung betrifft aber den Umgang der Institutionen untereinander. Akteure im Kulturbetrieb sind es gewohnt, nur das fertige „Produkt“ zu zeigen, zum Beispiel eine Ausstellung oder ein Theaterstück. In der Software-Entwicklung ist es ganz anders: Da ist der Austausch über „Unfertiges“ wie eine Betaversion ganz selbstverständlich, auch über Unternehmensgrenzen hinweg.

Mit „museum4punkt0“ wird modellhaft ein solcher offener Austausch vorgelebt, indem Zwischenschritte der Arbeitsergebnisse und Prototypen veröffentlicht, Fragen zugelassen und entstandene Tools auf Repositorien wie zum Beispiel GitHub zur Nachnutzung bereitsgestellt werden.

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Nicolas Zimmer – „Disrupting Culture? Digitale Transformation in der Kultur“

11. Januar 2019

Nicolas Zimmer, Vorstandvorsitzender der Technologiestiftung Berlin, beginnt seinen Vortrag mit klaren Worten: „Ich bin vieles, aber bestimmt kein Künstler. Mein Thema ist die Infrastruktur.“ Ganz bewusst hat Zimmer das Buzzword „Disruption“ in den Titel seines Vortrags genommen, weil das Prinzip auch auf den Kulturbetrieb angewandt funktioniert. Disruption beschreibt eine Produktentwicklung, die sich nicht an den Wünschen der Kund*innen oder des Publikums orientiert – und sich damit limitiert. Es geht um Techniken und Anwendungen, die sich zuerst in einer Nische entwickeln, langfristig aber zu weitreichenden Änderungen führen. Das bekannteste Beispiel für Disruption, die Verbreitung der Smartphones, nahm vor gut 10 Jahren mit dem ersten iPhone seinen Anfang. Die Folgen sind gravierend und betreffen auch die etablierten Kultureinrichtungen. Theater, Opern, Museen und Konzerte sind in der Statistik der Freizeitbeschäftigungen weit abgeschlagen hinter „online surfen“ und „social networks“.

Videoproduktion: Bollemedia TV- und Videoproduktion

Abb. 1: Beliebteste Freizeitbeschäftigungen(https://de.statista.com/statistik/daten/studie/171601/umfrage/mehrmals-pro-monat-ausgeuebtefreizeitaktivitaeten/)

Die Produktion von Inhalten ist dabei längst nicht mehr „Profis“ wie Schauspieler*innen, Musiker*innen oder Journalist*innen vorbehalten. „Es ist die Stunde der Amateure“, sagt Nicolas Zimmer. „Man könnte auch sagen: die Stunde der Macher.“ Diese Macher*innen haben gegenüber konventionellen Kultureinrichtungen den Vorteil, dass sie die Infrastruktur von Plattformen wie YouTube nutzen, um ihre Kreativität auf den Markt zu bringen. Abrechnung, Vermarktung, Computerleistung – um all das kümmern sich die Plattformen zu erschwinglichen Beträgen. Die Masse macht’s. Ähnliche Plattformen, die es Kulturinstitutionen ermöglichen würden, sich auf das Wesentliche –die Inhalte – zu konzentrieren, gibt es nicht. Auch die Verwendung von Open Source-Produkten, die gemeinsam entwickelt und geteilt werden, ist wenig ausgeprägt. Man nutzt, was man kennt, und verzichtet dabei auf viele Vorteile. Der Kulturbetrieb konkurriert mit neuen Angeboten wie YouTube oder Netflix um die begrenzte Ressource der Aufmerksamkeit des Publikums. Es stellt sich die Herausforderung, zwischen den durchschnittlich 6000 Informationen, die am Tag auf einen Menschen einprasseln, ins aktive Bewusstsein vorzudringen. Plattformen wie Netflix nutzen dafür ausgefeilte Personalisierungsstrategien. So gibt es beispielsweise für eine Serie mehrere Teasergraphiken, die je nach Kundenprofil angepasst und angezeigt werden. Von so einem Aufwand sind die Kulturinstitutionen weit entfernt. Weniger als die Hälfte der 322 Berliner Kultureinrichtungen verwendet auf ihren Internetseiten Metatags, noch weniger nutzen Analysetools, um etwas über die Nutzer*innen herauszufinden.

Abb.2. Verwendung von Metatags (eigene Darstellung von Nicolas Zimmer)

Das hat zur Folge, dass diese Webauftritte nicht nur nicht an das Publikum angepasst werden können. Es heißt, dass die Webseiten so gut wie unauffindbar sind. Hier muss möglichst schnell ein Umdenken stattfinden, denn was nützt eine aufwendig gestaltete und gepflegte Webseite, wenn sie die Zielgruppe nicht erreicht? Wer hier Zeit spart, spart am falschen Ende. Meine Take away Message ist deshalb: Wenn wir wollen, dass Kunst und Kultur wahrgenommen werden und sich behaupten können, dann bleibt kein anderer Weg als der Weg über die Daten. Denn wie Brecht sagt: Die im Dunkeln sieht man nicht.

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Konferenz zur digitalen Entwicklung des Kulturbereichs

7. Januar 2019

Wie kann die Zukunft von Kulturinstitutionen im Zeitalter der Digitalisierung aussehen? Und sind wir da nicht schon längst angekommen? Schließlich dürfte es in Berlin kaum eine Bühne ohne eigene Internetseite geben. Social Media-Kanäle und Livestreams werden genutzt, um auf Aufführungen und Ausstellungen aufmerksam zu machen, Tickets können im Internet gekauft werden und Depotstücke werden digitalisiert und ins Netz gestellt.

Das ist alles gut und richtig, aber es ist nicht genug, mahnt der Senator für Kultur und Europa, Dr. Klaus Lederer auf der Konferenz kulturBdigital: „Wir sind ohnehin schon spät dran. Wenn sich der Kulturbetrieb der Digitalisierung nicht öffnet, werden wir abgehängt.“

Videoproduktion: Bollemedia TV- und Videoproduktion

Statistiken zeigen, dass die öffentlich geförderten Kultureinrichtungen zunehmend in Konkurrenz zu anderen Freizeitangeboten stehen. Angebote wie Netflix und YouTube sind mehr an den Bedürfnissen der Nutzer*innen ausgerichtet und agieren geschickter im Kampf um die knappe Aufmerksamkeit. Gleichzeitig ist eine breite Teilhabe am (geförderten) Kulturangebot gerade deshalb wünschenswert, um andere nicht-kommerzielle Blickwinkel zu ermöglichen.

Der geplante „Innovationsfonds zur digitalen Entwicklung im Kulturbereich“ soll den nötigen Wandel anstoßen und damit „die Publikumsentwicklung mit digitalen Mitteln“ voranbringen, die eine wichtige kulturpolitische Zielsetzung der Europäischen Union ist.

Dem Fonds vorangestellt ist ein moderierter Findungsprozess, dessen erster Höhepunkt die Konferenz kulturBdigital der Technologiestiftung Berlin bildet. In sieben Expertenvorträgen und einer Diskussion geht es um die Frage: Wo ist die Berliner Kulturlandschaft schon digital und wo ist Geld gut investiert, wenn sie noch digitaler werden soll? Ein Schwerpunkt liegt dabei auf dem Open Source Gedanken: Gerade kleinere Institutionen profitieren von Kooperationen und gegenseitigem Erfahrungsaustausch. „Nicht bei Null anfangen“, ist eine der wichtigsten Botschaften, die Katrin Glinka von dem Verbundprojekt museum4punkt0 dem Publikum mit auf den Weg gibt. Das Projekt kulturBdigital ist eine Einladung an alle Berliner Kulturschaffenden, den digitalen Wandel aktiv mitzugestalten und gemeinsam digitale Werkzeuge zu entwickeln, die spartenübergreifend anwendbar sind.

Dr. Klaus Lederer, Senator für Kultur und Europa: „Die Digitalisierung bietet der Berliner Kulturszene viele Möglichkeiten, zum Beispiel effizienter zu arbeiten oder neue Zielgruppenzu erschließen. In der Berliner Kulturszene, wo bis zum Limit gearbeitet wird, fehlen allerdings oft die Ressourcen, sich das Thema umfassend zu erarbeiten und dienotwendigen Strukturveränderungen aktiv anzugehen. Um die Szene bei der digitalen Entwicklung zu unterstützen, werden wir in Berlin ab 2020 einen Innovationsfonds einrichten,dessen Förderrichtlinie wir gerade gemeinsam mit der Technologiestiftung Berlin konzipieren.“

Die Konferenz kulturBdigital hat dazu wertvolle Anregungen gegeben und Akteure von der Freien Szene über Museen, Kunsthochschulen, Gedenkstätten, Theatern und Bibliotheken miteinander in Austausch gebracht.

 

Spannender Artikel zur Konferenz von Dr. Thorsten Beck.

 

Fotos: Jeanette Dobrindt

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Auswertung

10. Dezember 2018

Im Rahmen des Projekts kulturBdigital wurden bereits verschiedene Aktivitäten durchgeführt, um qualifizierten Input zur Konzeption der Förderrichtlinie für den Innovationsfonds, den die Senatsverwaltung für Kultur und Europa ab 2020 einrichten wird, zu sammeln.

Um zunächst eine breit gefächerte Bedarfsanalyse zu gewährleisten, wurden Interviews geführt, eine Umfrage verschickt, zwei Workshops mit Kulturschaffenden aus Berlin veranstaltet, an mehreren Roundtables und Treffen teilgenommen und mit vielen weiteren interessierten Personen gesprochen. Darüber hinaus hat bereits ein Design Sprint zum Thema Ticketing/Audience Development und eine Informationsveranstaltung zur Suchmaschinenoptimierung für Kultureinrichtungen stattgefunden. Diese beiden Themen haben sich im Rahmen der Bedarfsanalyse als äußerst relevant erwiesen.

Zur Auswertung

„… die im Dunkeln sieht man nicht“ – Suchmaschinenoptimierung für Kultureinrichtungen

27. November 2018

Angesichts der Macht von Suchmaschinen und der Chance, durch Suchmaschinenoptimierung (SEO) zielgruppenorientierter zu agieren, haben wir uns Metadaten verschiedener Kultureinrichtungen und -akteure angeschaut und ausgewertet. Auf dieser Basis hat Nicolas Zimmer, Vorstandsvorsitzender der Technologiestiftung, am 13.11.2018 das Thema der Suchmaschinenoptimierung grundlegend beleuchtet und mögliche Wege zu einer (noch?!) besseren Auffindbarkeit aufgezeigt. Im Rahmen der Informationsveranstaltung hat sich deutlich herausgestellt, dass Suchmaschinenoptimierung ein Thema ist, das kulturBdigital in einem weiteren Veranstaltungsformat aufgreifen wird.

Design Sprint „Ticketing/ Audience Development“

15. November 2018

In dem dreitägigen Designsprint (17. - 19.10.2018) wurden mit Mitarbeiter*innen von Berliner Kultureinrichtungen und aus der Freien Szene Ideen für Ticketing und Audience Development entwickelt. Ticketing kann in Zukunft über den reinen Ticketverkauf hinausgehen und Besucher*innen weitere Services bieten.

Indem sich verschiedene Berliner Kultureinrichtungen bspw. auf einer gemeinsamen datengeschützten Open-Source-Plattform zusammenschließen, können Metadaten gebündelt und ausgewertet werden. Zu diesem Szenario wurden im Designsprint zukünftige Services erarbeitet, die durch das Bündeln der Metadaten ermöglicht werden. Das Ticketing wird in ein lohnenswertes Besucher*innen- Erlebnis eingebettet und schafft neue Anreize, Kultureinrichtungen zu besuchen. Ebenso wurde das Potenzial für den Austausch unter den Kultureinrichtungen über eine gemeinsame Plattform ausgelotet.

20181017 DS Ticketing_Audience Development

Quelle Graphic Recording: Jana Kreisl

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Design Thinking Workshop „Open Minded I & II“

9. November 2018

In zwei eintägigen Design-Thinking-Workshops des Projekts „kulturBdigital“ in der Technologiestiftung Berlin am 05. und 12. Oktober 2018 setzten sich Teilnehmer*innen aus bezirks- und landesgeförderten Kultureinrichtungen sowie der Freien Szene mit Fragestellungen der Digitalisierung im Kulturbereich auseinander. Die Zielsetzung der Workshops war die Erstellung einer Bedarfsanalyse und die Entwicklung von nutzer*innenorientierten Ideen und Funktionen.

Unter der Leitung von Edmundo Galindo und Andre May sowie in Zusammenarbeit mit internen Expert*innen der Technologiestiftung Berlin, ebenso wie der Illustratorin Jana Kreisl entstanden folgende Ergebnisse, die Ihnen als PDF zum Download zur Verfügung stehen:

20181005 WS Open Minded I

20181012 WS Open Minded II

Quelle Graphic Recording: Jana Kreisl

 

 

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Herzlich Willkommen

13. September 2018

Der Berliner Senat hat sich auf die Einrichtung der Förderrichtlinie für den Innovationsfonds 2020 zur digitalen Entwicklung des Kulturbereichs verständigt. Mit dem Projekt „kulturBdigital“ wird durch die Technologiestiftung Berlin die Konzeptionsphase dieses Fonds strukturiert gestaltet und so die Förderrichtlinie mit bedarfsgerechten Inhalten unterstützt.

Durch Recherche und Bestandsanalysen wird erfasst, wo die landes- und bezirksgeförderten Einrichtungen und die Akteure aus der Freien Szene stehen, welche Aktivitäten, Projekte, Angebote und Veranstaltungen es schon gibt und welche digitalen Tools bereits eingesetzt werden. Interessent*innen können sich jederzeit gerne über Kontakt oder Mitmachen an die Ansprechpartner*innen der Technologiestiftung wenden.

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Neuigkeit

Roundtable digitale Strategien an Berliner Museen

24. August 2018

Am 23.08. hat in der Technologiestiftung Berlin der Roundtable zu digitalen Strategien in Berliner Museen stattgefunden. Hierbei handelt es sich um ein monatliches Treffen von Vertreter*innen der Museumsszene, welches in einer jeweils anderen Einrichtung stattfindet und wichtige Aspekte hinsichtlich digitaler Entwicklungen im Museumsbetrieb behandelt.

Edmundo Galindo, wissenschaftlicher Mitarbeiter und Experte im Bereich Design Thinking an der Technologiestiftung, hat hierbei in seinem Einführungsvortrag das Thema „Ticketing“ aufgegriffen. Dabei hat er neben open source auch kommerzielle Angebote und deren Vor- und Nachteile vorgestellt. In einem weiteren Schritt hat er Usecases entwickelt, um zu zeigen, wie aus Nutzer*innenperspektive Angebote auch über das bloße Ticketing hinausgehen können. Hierzu gehören mitunter Schnittstellen zur Kommunikation mit den Besucher*innen, die Empfehlung zu weiteren Angeboten und die Anbindung des Webshops.

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Bericht