Wie können Kulturinstitutionen die Bedarfe einer vielfältigen Gesellschaft in ihren digitalen Angeboten berücksichtigen, und zwar von Anfang an und nicht erst nach Fertigstellung? Ein Ansatz: ein Berliner Netzwerk Digitale Barrierefreiheit. Es besteht aus Kultureinrichtungen und Menschen mit Behinderungen, die als Interessenvertreter:innen und Expert:innen in eigener Sache Input zu Digitalvorhaben geben und die Qualität und Nutzbarkeit digitaler Kulturangebote begleitend durchleuchten.
Die Idee dazu wurde auf der kulturBdigital-Konferenz 2024 erstmals diskutiert und anschließend weiterentwickelt. Jetzt laden wir euch herzlich zum ersten Treffen des Netzwerk Digitale Barrierefreiheit ein.
Worum geht es?
Im Mittelpunkt steht diesmal die Frage, wie man eine App auf Barrierefreiheit prüft. Michael Wahl (Leiter Arbeitskreis Kultur, Allgemeiner Blinden- und Sehbehindertenverein Berlin) gibt dazu einen Impuls. Er stellt zwei Ansätze gegenüber: die normativ-technische Prüfung und das Testen mit Personas und Nutzenden. Wo ergänzen sich beide, wo stoßen sie an Grenzen?
Das Treffen soll praxisnah werden, deshalb sind wir auf eure Perspektiven gespannt. Bringt gern mit:
- Konkrete Fälle: Ihr habt eine App oder App-Idee und wollt euch dem Thema barrierefreie Konzeption erstmals nähern?
- Erfahrungen mit Methoden: Ihr habt eine App schon einmal prüfen oder testen lassen? Was habt ihr gemacht, was wurde gefunden, was habt ihr daraus verändert?
- Hürden beim Testen: Vor welchen Herausforderungen steht ihr, etwa wenn ihr als Testpersonen für Apps angefragt werdet oder selbst mit Nutzenden testen wollt?
Wann & wo?
- Datum & Zeit: Montag, 2. November 2026, 15:00 bis 17:00 Uhr
- Vor Ort: Spielfeld Digital Hub Berlin, Skalitzer Str. 85/86, 10997 Berlin, Raum: Stadium
- Online: per MS Teams, den Zugangslink erhaltet ihr nach der Anmeldung
Wie?
Bitte meldet euch bis zum 30. Oktober 2026 per E-Mail an kultur@ts.berlin an und teilt uns mit, ob ihr online oder vor Ort teilnehmen möchtet.
Für wen?
Das Treffen richtet sich an Berliner Kulturinstitutionen, die ihre digitalen Angebote barrierefrei gestalten wollen und an Menschen mit Behinderungen, die als Expert:innen in eigener Sache ihre Perspektiven auf digitale Kulturangebote einbringen möchten.
Informationen zur Barrierefreiheit
Zugang zum Gebäude:
Der Haupteingang des Spielfeld befindet sich an der Vorderseite des Gebäudes in der Skalitzer Straße und ist über die großen Glasschiebetüren und vier Stufen erreichbar. Eine taktiles Bodenleitsystem existiert nicht. Der Boden vor dem Gebäude ist unregelmäßig mit großen Beton- und kleinen Granitsteinen gepflastert.
Da der Haupteingang nicht stufenlos zugänglich ist, erfolgt ein alternativer Zugang über zwei spezielle, über Rampen zugängliche Eingänge an den Seiten des Gebäudes, für die ein Schlüssel erforderlich ist. Bitte ruft vor eurer Ankunft unter 030 610 812 0 an, damit unser Team euch dort empfangen und hereinlassen kann.
Die Räume im Innern des Gebäudes sind ebenerdig zugänglich.
Toiletten:
Eine barrierefreie Toilette steht im Erdgeschoss zur Verfügung.
Zugänglichkeit der Veranstaltung:
Während der Veranstaltung stehen Stühle und niedrige, unterfahrbare Tische zur Verfügung. Der Workshop findet in deutscher Lautsprache und mit Verdolmetschung in Deutscher Gebärdensprache statt. Die Kommunikation in Lautsprache erfolgt über Tonverstärkung. Während der Veranstaltung ist eine Pause eingeplant. Getränke wie Kaffee, Tee, stilles Wasser und Mineralwasser sowie Gebäck werden kostenlos bereitgestellt.
Verkehrsanbindung:
Bus:
M29 Spreewaldplatz, von der Bushaltestelle Spreewaldplatz (Linie M29) sind es etwa 500 m zum Veranstaltungsort.
U-Bahn:
U1/ U3 Schlesisches Tor, zu den Aufzügen der Station liegen aktuell keine Störungsmeldungen vor. Von der Station zum Veranstaltungsort sind es ca. 550m.
Gern holen wir Teilnehmende von der nächstgelegenen Haltestelle ab, sofern dies benötigt wird.
Habt ihr weitere Fragen zur Barrierefreiheit oder weiteren Unterstützungsbedarf? Meldet euch einfach per E-Mail.