Darum geht’s
Was früher in Zeitungen, Flugblättern oder Briefen stand, steht heute online. Doch tagtäglich werden Inhalte überschrieben, Plattformen eingestellt, Domains aufgegeben. Webarchivierung ist daher ein Wettlauf gegen das Vergessen und sichert ein originär digitales Kulturgut. Doch wie macht man archivierte Websites nutzbar für Forschung und Öffentlichkeit?
Das Mainzer Webarchiv an der Hochschule Mainz erprobt die Erschließung von archivierten Internet-Content, und entwickelt aus seinen Forschungsergebnissen kuratierte Online-Ausstellungen. Das thematische Spektrum reicht von frühen regionalen Websites aus Mainz und Rheinland-Pfalz über Flash-Animationen bis zu KI-generierten Videos bei Sora.
Beim 6. Stammtisch Webarchivierung stellt Prof. Dr. Tilman Baumgärtel das Projekt und ausgewählte Ergebnisse vor. Im Mittelpunkt steht die Frage, welche Arten von Forschung archivierte Webinhalte ermöglichen – und wie sich gewonnene Erkenntnisse für eine breitere Öffentlichkeit aufbereiten lassen.
Über den Stammtisch Webarchivierung
Wo findet man die Netzkunst der 1990er? Wie wichtig sind Projektblogs für das kulturelle Gedächtnis? Wie erhält man Social Media-Inhalte? An vielen verschiedenen Stellen beschäftigen sich Menschen in Berlin und Brandenburg mit Webarchiven.
Egal, ob ihr mittendrin oder ganz am Anfang von Projekten steckt: Der Stammtisch Webarchivierung – entstanden auf Initiative der Zentral- und Landesbibliothek Berlin – bietet allen Interessierten einen Raum, um Knowhow zu teilen, Probleme und Lösungen zu besprechen, Kooperationen einzugehen und Bedarfe zu formulieren.
Der Stammtisch Webarchivierung ist eine Kooperation von kulturBdigital und der Zentral- und Landesbibliothek Berlin.
Wann & wo?
3. Dezember 2026 | 15:00 – 17:00 Uhr
In den Räumen der Zentral- und Landesbibliothek, Amerika-Gedenkbibliothek, Eva-Mamlok-Platz 1, 10961 Berlin-Bezirk Friedrichshain-Kreuzberg, Raum: Pop-up
Für wen?
Es sind keine Vorkenntnisse erforderlich. Die Veranstaltung richtet sich an Berliner Kulturakteur:innen aller Sparten:
- landes- und bezirksgeförderte Einrichtungen
- bezirkliche Kultureinrichtungen
- Gruppen und Einzelpersonen der Freien Szene
- Akteur:innen aus Forschung, Netzaktivismus, etc., die sich mit Projekten zur Webarchivierung befassen
Anmeldung zur Veranstaltung
Die Teilnahme ist kostenlos. Die Anmeldung erfolgt über folgendes Formular:
Bei Bedarf ist auch eine Anmeldung per E-Mail möglich:
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